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Auch Närrinnen kämpfen gegen Bindegewebe

Weiberfasching Auch Närrinnen kämpfen gegen Bindegewebe

Judith und Uli Holl führten in dem vollbesetzten Langensteiner Bürgerhaus durch das Programm des Kirchhainer Weiberfaschings.

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Ein optisches und tänzerisches Glanzlicht setzte der Auftritt des Showballetts Gans anders beim Weiberfasching. Kleines Foto: Uli Holl glänzte in der Bütt.

Quelle: Henriette Friedrich

Kirchhain. Das KKK-Ballett eröffnete mit einem Gardetanz die 58. KKK-Sitzung. Auch die kleinsten Darstellerinnen brachten das Bürgerhaus zum Jubeln: Die kleine Tanzgarde, verkleidet als Matrosen, boten eine wasserfeste Performance und gaben stolz eine Zugabe. Alle Akteurinnen des Abends bekamen, passend zum Weiberfasching, einen Pflegestift für die Lippen geschenkt.

In die Bütt trat Uli Holl, die mit ihren Geschichten über das übliche Leid der Frauen alle Närrinnen im Saal wahrlich zum Kreischen brachte. Sie habe aus Wiesbaden eine Einladung bekommen und sei als die Durchschnittshessin auserwählt worden. Sie wunderte sich, woher jeden Morgen Bindegewebe an Stellen komme, an denen es vorher noch nicht gewesen sei und stellt entsetzt fest: „Ich will ja auch mal in den Himmel kommen, aber die Flügel müssen ja heut‘ noch nicht wachse.“ Schunkelrunden, untermalt von der Thomas-Kraft-Band, galten bei den Kirchhainer Närrinnen als „sportliche Betätigung.

Damit laut Uli Holl eben nicht überall Bindegewebe entstehe. Die Sticke-Stecke-Tanzgarde aus Langenstein bot mit ihrer Dirty-Dancing-Aufführung Grund zum Mitsingen und Tanzen. Vier von ihnen schlüpften in die Rolle von Patrik Swayze und zeigten die berühmte Hebefigur. Zu Gast waren auch „zwei, die auf dem Scheunenfest waren“. Uli Holl und Marina Gerbitz erzählten von der größten Last der Frau, den Männern, und ihrer Art, Liebe auszudrücken. Als Uli zu ihrem Mann einmal sagte, dass sie ihn eines schönes Tages verlassen werde, habe er nur trocken „aber heute ist doch ein schöner Tag“ geantwortet.

KKK-Ballett tanzt auf Italienisch

Nach diesem tiefgründigen Gespräch tanzte das KKK-Ballett auf Italienisch. Judith Holl, die Sitzungspräsidentin, lobte die immer wieder originellen Kostüme des KKK-Balletts. Als nächsten Punkt auf der Sitzungsliste hielt Judith Holl eine Rede mit Gesangseinlage, zusammen mit drei Närrinnen aus dem Publikum. Holl erzählte von einem abenteuerlichen Wellness-Wochenende mit ihrem Freund zum Jahrestag.

Dann folgte das Showballett Gans Anders mit einer Performance aus den 20er Jahren. Selbst nach der Zugabe feierten die Närrinnen diese Aufführung so, dass der Applaus wohl bis nach Kirchhain zu hören gewesen sein musste. Die Frauen von Gans anders zeigten dabei ihre gewohnte Klasse.

Es folgten die Ladykracher aus Dannenrod. Obwohl es sich um Weiberfasching handelte, gab der nächste Programmpunkt für alle Anwesenden eine unterhaltsame Abwechslung. Das Männerballett aus Kirchhain, verkleidet als wilde Cowboys, zeigten typischen Countrytanz, wobei sich vier von ihnen in Rock, Top und Perücke warfen und so zu einem Leckerbissen wurden. Elias Gruß wurde bei einer Hochleistungstanzdrehung, den Volkstanzmitgliedern als der „Dreher“ bekannt, von der Gravitation angezogen und flog einige Meter über die Bühne, als sein Partner ihn frühzeitig losließ. Holl ehrte sie mit der Erklärung „ Ohne Sprit laufen se nit‘“.

von Henriette Friedrich

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