Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Auch Jüngere gedenken

Volkstrauertag in Neustadt Auch Jüngere gedenken

In Neustadt gab es beim Volkstrauertag einen ungewöhnlichen Redner am Ehrenmal. Ein junger Soldat der Patenkompanie der Stadt sprach.

Voriger Artikel
„Die Menschheit ist ärmer geworden“
Nächster Artikel
Ganz am Anfang gab es Widerstand

Philip Saßmannshausen übernahm den Redebeitrag bei der Neustädter Gedenkveranstaltung.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Neustadt. Umrahmt von dem Männergesangverein und dem Jugendblasorchester, tröstenden Worten, sowie Fürbitten von Pfarrerin Kerstin Kandziora und dem katholischen Pfarrer Andreas Rhiel, waren Bürgermeister Thomas Groll sowie der Hauptgefreite der 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 7 in Stadtallendorf, Philip Saßmannshausen, die beiden Redner der Gedenkfeier.

Bürgermeister Groll erinnerte daran, dass in der Bundesrepublik seit 1952 der Toten aus den Kriegen, Flucht, Vertreibung und Unterdrückung gedacht werde. Auch in Neustadt habe diese Veranstaltung seit langem ihren angestammten Platz im Jahresprogramm der Stadt. Groll sagte: „Gedenken gehört zu dem demokratischen Verständnis des Staates.“ Er plädierte, dass nur ein geeintes Europa die anstehenden Konflikte meistern könne und sorgte sich um die nationalen Interessen, die derzeit ein starkes Europa verhinderten.

Erste Rede für 20-Jährigen

Es sei seine erste Rede vor großem Publikum, gestand der erst 20-jährige Philip Saßmannshausen zu Beginn. Früher habe er gedacht, Gedenken sei Aufgabe der älteren Generation. Doch das sei falsch. Vor dem Hintergrund, dass derzeit wohl 65 Millionen Menschen sich auf der Flucht, vornehmlich vor kriegerischen Auseinandersetzungen befänden, sei es die Aufgabe Aller, zu helfen.

Die Konflikte in der Ukraine, in Afghanistan, in Somalia, dem Jemen, in Libyen, dem Irak, in Syrien und in Mali zeigten, wie aktuell das Thema noch immer sei. Der Hauptgefreite erinnerte an 35 deutsche Soldaten, die bisher in Afghanistan gefallen sind und die 27 Soldaten, die zuvor im Kosovo ihr Leben lassen mussten.

Als größte aktuelle Bedrohung bezeichnete der junge Soldat die weltweiten Terroranschläge, bei denen teilweise unter dem Deckmantel der Religion Gräueltaten begangen würden.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr