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Auch Essen kann Kultur sein

Kulturspektakel Auch Essen kann Kultur sein

Swingende Jazzmusik, hervorragende Speisen, ein herrliches Ambiente und strahlender Sonnenschein: perfekte Zutaten für einen außergewöhnlichen Sonntagsbrunch.

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Das Buffet bei „Brunch and Brass“ ließ keine Wünsche offen.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Am Sonntag gab es beim Kulturspektakel zum ersten Mal die Gelegenheit, sich bei flotter Dixielandmusik ein ausgedehntes Freiluft-Frühstück schmecken zu lassen. Die Idee kam gut an, und die Karten für die auf 80 Teilnehmer limitierte Veranstaltung waren alle im Vorfeld weggegangen.

Bei herrlichstem Sommerwetter genossen die Besucher das besondere Ambiente der Schlossruine und bedienten sich an üppig gedeckten Buffettischen, während auf der Bühne die „Stable Sound Band“ flott aufspielte.

Oliver Kube (Saxophon), Walter Kolanus (Trompete), Günter Kolanus (Posaune), Uli Keul (Banjo), Larry Lehr (Schlagzeug), Wolfgang Neumeier (Bass) und Peter Hataj (Klarinette) eröffneten mit der Erkennungsmelodie der Band, der „Bourbon Street Parade“, das zweistündige musikalische Unterhaltungsprogramm.

Bereits einen Tag zuvor hatte die Vereinsgemeinschaft Erfurtshausen mit den Vorbereitungen für den Sonntagsbrunch begonnen. Koch Torsten Fuhrmann war für die Koordinierung verantwortlich. Zubereitet wurden die Speisen im Bürgerhaus Erfurtshausen. Die Erfurtshäuser waren zum vierten Mal beim gesamten Kulturspektakel für die Bewirtung zuständig. Seit Mittwoch engagierten sich dafür mehr als 60 Mitglieder, die, wenn nötig, bis nachts um drei die Besucher der Veranstaltungen bewirteten. Es sei kein Problem gewesen, Mitstreiter zu finden, freute sich Gabi Linne.

Die Vereinsgemeinschaft hatte eine große Hütte aufgestellt, in der stets reges Treiben herrschte. Die Ausstattung des Verkaufsstandes kann sich sehen lassen: Sie reicht von einer Wärmetheke über einen Kühlschrank bis hin zu einem Holzbackofen. „Wenn etwas übrigbleibt, investieren wir in die Ausstattung“, erläuterte Bernd Riehl.

Erste Bilanz fällt positiv aus

Für den Sonntag hatten die Erfurtshäuser unter anderem Lachs, verschiedene Kuchensorten, Obstsalat, Joghurt oder Müsli, Käseplatten, Melone mit Schinken, Mini-Frikadellen, Schnitzel, Wurstplatten, Tomate mit Mozzarella und vieles mehr zubereitet. Das reichhaltige Buffet ließ keine Wünsche offen - doch gegen Mittag wurden zusätzlich noch warme Speisen aufgetischt. „Ein großartiger Job, den die Vereinsgemeinschaft Erfurtshausen hier macht“, betonte auch Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, der zudem Vorsitzender des Fördervereins Kulturspektakel ist.

„Das ist das beste Kulturspektakel, das wir je hatten“, wagte am Rande der Veranstaltung Vorstandsmitglied Werner Eismann ein erstes Resümee. Das Wetter habe mitgespielt, viele Besucher seien da gewesen, die Mischung der Angebote sei gut gewesen und keine Veranstaltung sei von den Besucherzahlen her rausgefallen. Das Softeiskonzert sei mit 500 bis 600 Besuchern wieder ein Höhepunkt gewesen und habe aus finanzieller Sicht große Bedeutung, sagte Richter-Plettenberg.

Auch das Experiment Songster-Contest ging auf. Im Vorfeld hatte der Vorstand lange mit sich gerungen, ob ein solcher Wettbewerb veranstaltet werden solle. Am Ende habe es allen einen Riesenspaß gemacht, alle seien begeistert gewesen und 350 bis 400 Besucher verzeichnet worden, sagte der Bürgermeister und ergänzte: „Wir wollen Kultur aus der Region für die Region präsentieren, die in die Region ausstrahlt - das ist uns gelungen.“

Bei der Kunstaktion des Vereins hatten sich die Mitglieder unter der künstlerischen Federführung von Inge Eismann-Nolte selbst engagiert und 26 Münder aus Styrodur ausgeschnitten und angemalt. Winfried Kaul, Michael Richter-Plettenberg, Peter Hörl, Hartwig Goers und Inge Eismann-Nolte hatten die Münder am Turm angebracht und damit eine Idee zum diesjährigen Motto „Stimme“ umgesetzt - aber auch ihre Stimme in Richtung Kulturspektakel-Kritiker erheben wollen.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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