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Attila wacht über Hunnenburg

Dorferneuerer berieten über Spielplatz Attila wacht über Hunnenburg

Während große Arbeiten zur Freiflächengestaltung am Bürgerhaus in diesem Jahr nicht mehr erfolgen werden, sollen erste Erdarbeiten am Spielplatz „Im Weimar“ bald beginnen.

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Unter der Leitung von Dr. Annette Schick tagte der Arbeitskreis Dorferneuerung im Bürgerhaus. Foto: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. In Erfurtshausen läuft der Bau des Nahwärmenetzes auf Hochtouren. Ein Umstand, den auch der Arbeitskreis Dorferneuerung nutzen will, um die im Dorf ohnehin vorhandenen Bagger für erste Erdarbeiten am Spielplatz „Im Weimer“ einzusetzen. Am Donnerstagabend tagte der Arbeitskreis unter dem Vorsitz von Dr. Annette Schick.

Sonja Weiss vom Planungsbüro Weiss und Becker stellte zunächst das Spielplatzkonzept vor und gab eine Kostenschätzung ab. Ziele und Wünsche der Erfurtshäuser Bürger, wie sie im Dorfentwicklungskonzept formuliert wurden, seien für die Planungen berücksichtigt worden, so Weiss. Entstehen soll ein naturnaher Familienspielplatz, in den der Erfurtshäuser Bach integriert werde. Das Konzept sehe unter anderen den Einbau einer archimedischen Schraube vor, mit der sich das Wasser des Bachs in einen höher gelegenen Stau- und Planschbereich transportieren lässt.

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg gab zu bedenken, dass der Bach während der Sommermonate nur wenig Wasser führe und deshalb das Wasser möglicherweise mit Keimen belastet sein könne. Er plädierte dafür, zum Spielen Trinkwasser zu nutzen. Dem schlossen sich die Mitglieder des Arbeitskreises an, auch wenn das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Wasserprobe noch nicht vorlag.

In der Nähe des Baches soll eine gestufte Absenkung des Geländes um einen Meter und eine halbkreisförmige Anlage von Natursteinblöcken zu einem kleinen Atrium und einem Treffpunkt für Jüngere werden. Der Kleinkinderbereich soll ein abdeckbares Sandkastenhäuschen und eine Nestschaukel erhalten und vorhandene Spielelemente integrieren. Im dritten Teilbereich soll mit der Hunnenburg - einer rustikalen Holzkonstruktion aus naturgewachsenen Robinienhölzern mit vielen verschiedenen Klettermöglichkeiten, Podesten, Hängebrücke und einer Rutsche, etwas ganz Besonderes entstehen. Hunnenkönig Attila wird als große Holzfigur über die Burg wachen. Platz für Bewegungselemente für Ältere ist noch vorhanden.

Die Mittel für den Spielplatz sind bereits im Haushalt eingestellt, die Planungsleistungen sind bewilligt und die Vermessung ist bereist erfolgt. Ohne Eigenleistungen schätzt die Planerin die Kosten auf etwa 98000 Euro. Mit Hilfe von Eigenleistungen könnten sich die Kosten um rund 33000 Euro reduzieren lassen.

Dass die Unterstützung durch die Erfurtshäuser bei diesem Projekt gefragt ist machte Ingrid Korn vom Fachdienst Dorferneuerung und Regionalentwicklung des Landkreises klar. „65 000 sind da, das heißt, viele Arbeiten sind in Eigenleistungen zu machen“, betonte sie.

Aufgrund der Arbeiten am Nahwärmenetz sei die Dorferneuerung etwas ins Stocken gekommen, erklärte Schick. Für die Freiflächengestaltung am Bürgerhaus kaufte die Stadt für 15000 Euro ein bebautes Grundstück. Den Abbruch des Hauses werde die Stadt übernehmen, sagte der Bürgermeister.

von Karin Waldhüter

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