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Architekt "wacht" über Immobilien

Führungswechsel Architekt "wacht" über Immobilien

Peter Sauer will als Chef des Stadtallendorfer Eigenbetriebs "Dienstleistungen und Immobilien" vor allem auf den wirtschaftlichen Betrieb der 63 städtischen Gebäude achten.

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Peter Sauer (links) ist Leiter des Eigenbetriebs, Wigbert Feldpausch führt die Finanzabteilung.

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Auf Sigrid Waldheim folgt Peter Sauer. Seit Oktober arbeitet er bereits bei „DuI“, so die Abkürzung des Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien. In DuI hat die Stadt ihre 63 Immobilien von der Stadthalle bis zum Kiosk gebündelt. Zugleich gehört der Bauhof als Dienstleister dazu, bildet also die zweite Säule.

Gleich mehrfach hebt Sauer beim Gespräch mit der OP hervor, wie wichtig ihm die Arbeit in der Mannschaft und mit der Mannschaft von DuI ist. Zwar ist er jetzt ihr „Kapitän“, doch als erfahrener Führungsspieler weiß er um den Wert jedes einzelnen, mit dem er zusammenarbeitet.

Seine berufliche Erfahrung, die ihn für die Aufgabe in Stadtallendorf qualifiziert, hat Peter Sauer in Frankenberg am Krankenhaus gesammelt. Dort war er 34 Jahre lang Leiter der Wirtschaftsabteilung. Er hatte mit allen zentralen Elementen und Aufgaben zu tun, mit denen er nun auch bei DuI konfrontiert ist.

Bauen, Vertragswesen, Kostenmanagement, all das kennt Sauer aus seiner Zeit am Krankenhaus in Frankenberg. Seine Stelle fiel dort einem Wechsel beim Betreiber zum Opfer, beide Seiten trennten sich einvernehmlich. Die Stelle in Stadtallendorf, die die Stadt zeitig im vergangenen Jahr ausgeschrieben hatte, hat ihn gleich gereizt. „Hier kann ich meine Lebens- und Berufserfahrung einbringen“, ist der 58-Jährige überzeugt.

Arbeitsschwerpunkt liegt bei baulichen Fragen

Peter Sauer ist studierter Architekt, er hat seinerzeit ein Aufbaustudium zum Wirtschaftsingenieur angefügt. Er lebt in Frankenberg, ist verheiratet und hat zwei 32 und 29 Jahre alte ­Kinder. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt in den nächsten Jahren bei baulichen Fragen wie auch der Kostenseite.

Das Schlagwort „Kostentransparenz“ fällt. Diese Transparenz hatte sich die Stadt seinerzeit schon durch die Gründung des Eigenbetriebs geschaffen. „DuI“ arbeitet nach betriebswirtschaftlichen Grundregeln, Leistungen des Bauhofs werden abgerechnet. Ebenso die sogenannten Kostenmieten, wenn die Stadt als solches Gebäude ihres Eigenbetriebs nutzt, also mietet.

Wunder kann Sauer bei der Gebäudebewirtschaftung nicht bewirken, zumal er von Sigrid Waldheim einen durchstrukturierten Betrieb übernommen hat. Rund die Hälfte der Kosten einer Immobilie sind fix, sprich nicht mehr beeinflussbar.

Kleine interne Umstrukturierungen geplant

An seiner Seite arbeitet Wigbert Feldpausch als Leiter der Finanzabteilung von „DuI“ und stellvertretender Betriebsleiter. Beide werden in Abstimmung mit den politischen Gremien der Stadt in den nächsten Monaten kleinere interne Umstrukturierungen vornehmen. Die Einzelheiten werden derzeit erarbeitet.

Der Eigenbetrieb wird auch bei der Frage, welche Immobilien Stadtallendorf auf Dauer braucht und welche vielleicht entbehrlich sein könnten, eine zentrale Rolle spielen. „Wir können der Politik nur Vorschläge machen oder Vorschläge, die von der Politik kommen, auf ihre Auswirkungen prüfen“, sagt Peter Sauer.

In seine Zeit als Betriebsleiter fallen geplante wichtige Investitionen, zum Beispiel die beiden Feuerwehrgerätehäuser in Hatzbach und Erksdorf, der Feuerwehrstützpunkt in der Kernstadt und der letzte Bauabschnitt beim Gemeinschaftszentrum, wo noch der Clubraum saniert werden muss.

Zugleich steht auch die Schlussabrechnung des Millionenprojekts Bauhofsneubau in der Niederrheinischen Straße noch aus. Sauer freut sich auf diese neuen Projekte. Er weiß aber auch, dass er immer wieder mit Überraschungen rechnen muss, so, wie schon seine Vorgängerin als erste „DuI“-Chefin. Doch vor Überraschungen hat er keine Furcht.

von Michael Rinde

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