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Arbeitskreis beklagt die fehlende Pflanzenvielfalt

Ostermarkt Arbeitskreis beklagt die fehlende Pflanzenvielfalt

Der Arbeitskreis dörfliche Kultur brachte beim sechsten Ostermarkt den Frühling in die Papiermühle und thematisierte tote und lebende Gärten.

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„Henner“ Thielemann bearbeitet Speckstein mit Helena und Janis.

Kirchhain. Die an der Wohra gelegene Papiermühle hatte der Arbeitskreis dörfliche Kultur vor vielen Jahren hergerichtet. Seitdem haben sich die Räumlichkeiten bei Veranstaltungen zu einem Besuchermagnet entwickelt. Ganz gleich ob Kranzbindefest, themenbezogene Ausstellungen oder der Ostermarkt: Die Papiermühle ist ein beliebtes Ausflugsziel. So war auch am Wochenende ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten.

Für die Außenpräsentation direkt am Rande der Wohra war es zwar zu kalt, aber dafür wurden die Gäste im Inneren des Gebäudes mit einem frühlingshaften Ambiente bei wohliger Wärme empfangen. Bei den Veranstaltungen in der Papiermühle spielt die Natur und deren Erhaltung immer eine große Rolle. „Uns ist es ein Anliegen, bei dieser Veranstaltung auf die Verarmung unserer Gärten und Landschaften aufmerksam zu machen. Denn die Pflanzen- und Insektenvielfalt der Gärten sind von größtem ökologischem Wert“, erklärte Ena Messik vom Vorstand des Arbeitskreises.

Auf einem Wandbild war zu lesen: „Waren sie einst struktur- und artenreiche Lebensräume, bestehen sie heute zum erheblichen Teil aus sterilen Einheitsrasenflächen, die von hochgezüchteten Rosensorten und exotischen Gehölzen eingefasst sind.“ Verdeutlicht wurde dies durch eine Reihe von Fotos in einer Gegenüberstellung: „Tote Gärten - Lebende Gärten.“

Kinder bemalen Eier

Passend zum Palmsonntag erinnerten einige Palmstöcke am Eingang der Papiermühle an den Beginn der Karwoche. In den Räumlichkeiten grünte und blühte es an allen Ecken und Enden, und passend zum bevorstehenden Osterfest gaben bunte Eier der Blumenlandschaft ein österliches Bild.

Die Besucher konnten einer Ostereiermalerin bei der Herstellung der kleinen Kunstwerke zusehen. Kinder waren aufgefordert, selbst Hand anzulegen und Eiern ein buntes Aussehen zu verleihen.

Josefine Bollmann war mit dem Binden grüner Kränze beschäftigt. Die Besucher schauten ihr staunend zu - entsprechend begehrt waren ihre Werke. Hans-Heinrich Thielemann fehlt bei keiner Veranstaltung des Arbeitskreises. Meist sitzt er draußen an der Wohra, doch in diesem Jahr hatte er im Inneren einen Platz gefunden: Die Kinder setzten sich auch dort gerne zu ihm an den Tisch und bastelten unter seiner Anleitung mit Speckstein.

Ein Farbtupfer im großen Raum war ein großer bunter Wandteppich, ein sogenanntes Quilt, das aus drei Lagen hergestellt wird und gerne auch als Decke benutzt wird. Am Rande der Ausstellung gab es auch einige Gemälde zu betrachten, es wurde die Blume des Jahres, die Wiesenschlüsselblume, ausgestellt und der Vogel des Jahres, der Stieglitz, thematisiert.

von Klaus Böttcher

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