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Arbeitseinsatz erweist sich als tückisch

Ehrenamt Arbeitseinsatz erweist sich als tückisch

Gleich der erste Lastwagen sackte ein: Vor dem Großeinsatz ehrenamtlicher Helfer galt es, die in den Vorarbeiten eigentlich erledigten Aufgaben zu perfektionieren.

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14 Rauschenberger beteiligten sich an dem Arbeitseinsatz vor der Kratz‘schen Scheune.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Mindestens eine Woche lang hatte die Arbeitskolonne, die den Umbau der Kratz‘schen Scheune seit geraumer Zeit begleitet, den Großeinsatz vorbereitet. Nach dem Setzen der Randsteine und dem Aufbringen von Grobschotter verteilte sie - natürlich unter Berücksichtigung von Gefälle für den Wasserablauf bei Regen - den Feinschotter und zog ihn glatt. Beim großen Arbeitseinsatz ging es nun darum, einen großen Teil des Außengeländes mit wasserdurchlässigen Verbundsteinen in Parkraum zu verwandeln.

Als ganz so einfach erwies sich dieses Projekt dann doch nicht: Die an das Gemeinschaftshaus angrenzende Fläche ließ sich nur schwer bebauen. Der erste Lastwagen, der die Fläche befuhr, sackte ein. Der Untergrund war also nicht standfest genug. Also hieß es: Noch einmal alles auf Anfang. Es wurde erneut und tiefer ausgeschachtet und der Untergrund mit Schotter verfüllt. Der Mehraufwand war nicht eingeplant gewesen - und dennoch nicht zu umgehen.

Cheforganisator Gerhard Schein, der sicherlich nach Ablauf sämtlicher Bauarbeiten einen Ehrenplatz im Bürgerhaus bekommen wird, hatte diesmal 14 Rauschenberger zur Mitarbeit überzeugen können. Am Morgen machten sich die fleißigen Helfer an die Arbeit. Bis zum Mittag hatten sie nahezu die Hälfte der mehr als 500 Quadratmeter großen Fläche mit Verbundpflaster belegt.

Kurios für manchen Zuschauer: Es kam einige Male vor, dass Irmgard Wittekindt, die einzige Frau vor Ort, ansagte, wie was gemacht werden müsse. So ungewöhnlich, wie dies auf manchen Betrachter gewirkt haben muss, war dies aber dann doch nicht, da Wittekindt über Fachwissen verfügt: Ihr Ehemann Helmut war einstmals Chef vom heimischen Bauhof.

Gegen Mittag tat den zumeist schon etwas älteren Freiwilligen der Rücken weh. Zudem musste für die im Plan vorgesehenen, mit anderen Steinen abgegrenzten Parkbuchten noch viele Steine extra zugeschnitten werden. Da 500 Quadratmeter eine wirklich große Fläche ist und für die Helfer schlicht kein Ersatz in Sicht war, stellten sie die Arbeiten am Nachmittag ein. Schließlich soll ein gewisser Spaßfaktor beim freiwilligen Ehrenamt nicht ganz aufgebraucht werden. Die verbleibende Restfläche bleibt auf der Agenda der Arbeitskolonne - was allerdings weniger schlimm scheint, da die Arbeiten an der Außenanlage der Kratz‘schen Scheune in diesem Jahr ohnehin noch nicht beendet werden dürften.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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