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Arbeiten unter erschwerten Bedingungen

Dienstjubiläum Arbeiten unter erschwerten Bedingungen

Elterngespräche gehören heute zwingend zu einer modernen Pädagogik. In der katholischen Kindertagesstätte Stadtallendorf Süd sind diese nur ein­geschränkt möglich. Sie scheitern oft an der Sprachbarriere.

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Eingerahmt von Christian Endres und Marlie Bohnenkamp (von links) und Alfons Schold steht Melanie Jarosch hinter einigen Kindern ihrer Bärengruppe. Foto: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Melanie Jarosch arbeitet seit 25 Jahren in der wunderschön am Waldrand gelegenen Einrichtung. Sie nutzte ihr Dienstjubiläum dazu, um auf die besondere Situation in dieser Schwerpunkt-Kita mit hohem Ausländeranteil hinzuweisen.

Die meisten Kinder seien türkischer, russischer und polnischer Abstammung. Für das neue Kindergarten-Jahr sei für die von ihr geleitete Bärengruppe erst ein deutsches Kind angemeldet worden. „Das führt zum Arbeiten unter erschwerten Bedingungen. Mit vielen Eltern von Kindergarten-Kindern kann ich keine Gespräche führen, weil sie keinerlei Deutsch-Kenntnisse haben“; stellte die Jubilarin sachlich fest, ohne diesen Umstand zu beklagen.

Seit 1991 arbeitet Melanie Jarosch in der Kindertagesstätte am Rande der Eichenhain-Siedlung - zunächst als Praktikantin und dann ab 1992 als Erzieherin.

Kita besteht seit 40 Jahren

Zur Feier ihres Jubiläums waren Marlie Bohnenkamp, die Kindergarten-Kuratorin der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist und Alfons Schold, der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der großen Stadtallendorfer Kirchengemeinde, mit Blumen, Urkunde und zwei Tagen Sonderurlaub in die Kindertagesstätte gekommen. Beide fanden persönliche lobende Worte für Melanie Jarosch, die in der Nähe der Einrichtung wohnt.

„Die Kita besteht sei 40 Jahren. Davon haben sie einen großen Teil begleitet“, sagte Alfons Schold. In dieser Zeit habe sich sehr viel geändert. Die Anforderungen und die Ansprüche seien deutlich gestiegen, sagte Schold an die Adresse der Erzieherin, die in der Bärengruppe 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut.

Als Arbeitsschwerpunkte der Jubilarin nannte er Religionspädagogik und Projektplanung. „Mir ist von Ihnen nur Gutes berichtet worden“, bekannte Alfons Schold und nannte die Eigenschaften Pflichtbewusstsein, Kollegialität, Pünktlichkeit und absolute Zuverlässigkeit.

Entscheidend sei Melanie Jaroschs Umgang mit den Kindern. „Sie nehmen die Bedürfnisse der Kinder sehr ernst. Sie sind allen Kindern eine verlässliche Bezugsperson“, erklärte Alfons Schold. Auch Christian Endres, Leiter der Kindertagesstätte, fand lobende Worte: „Es macht einfach nur Spaß, mit Dir zusammenzuarbeiten“, sagte er zu seiner langjährigen Mitarbeiterin, die inzwischen schon die Kinder ihrer ersten Kindergarten-Kinder betreut.

von Matthias Mayer

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