Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Anzefahrer unternehmen eine närrische Zeitreise

Karneval Anzefahrer unternehmen eine närrische Zeitreise

Männergesangverein und Feuerwehr Anzefahr brachten Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner zu einem Auftritt als Sträfling.

Voriger Artikel
"Speedy Gonzales" erobert Momberg
Nächster Artikel
"Old Bones" schwingen künstliche Hüften

Acht Freiwillige reisten in der Anzefahrer Mehrzweckhalle durch die Zeit, unter ihnen war auch Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner. Das rechte Foto zeigt die Show der Lutherschen Beigefreiten. Fotos: Elvira Rübeling

Anzefahr. Zum 31. Mal wurde in der Mehrzweckhalle in Anzefahr Fasching gefeiert. Den beiden Veranstaltern, Männergesangverein und Freiwillige Feuerwehr Anzefahr war es mit der Unterstützung vieler ortsansässigen Firmen und Helfer wieder gelungen, unter dem Motto „Zeitreise“ ein phänomenales Programm auf die Bühne zu bringen.

Die „Neustädter Garde“, die den Abend schwungvoll eröffnete, die fantasieanregenden „Sweat Dreams“ und die „Sweat Devils“ düsten im Sauseschritt mit den Zeitreisenden im Publikum durchs All.

Männergesangverein und Feuerwehr Anzefahr brachten Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner in der ausverkauften Mehrzweckhalle zu einem Auftritt als Sträfling.

Zur Bildergalerie

Der „Protokoller und Ortsdiener“, Winfried Bauerbach, der in altgewohnter Manier die Geschehnisse im Dorf mit aufschlussreichen Details schilderte, holte die Zeitreisenden vorübergehend auf den Boden zurück, der aber dann während der Schunkelrunde heftig ins Schwanken geriet. Von dort ging es dann direkt mit dem „Showtanz der Neustädter Garde“ an die Copacabana. „Beppo, woas en scheene Beitroag“, lobte Moderator Hendrik Bieker mitsamt seinem dreiköpfigen Team die Büttenrede von Berthold Bauerbach. Er hatte darin die vielseitig zitierten zwischenmenschlichen Beziehungen aufs Korn genommen und war zu dem Schluss gekommen, das „wer den Himmel auf Erden sucht im Erdkundeunterricht nicht aufgepasst hat.“ Nach den Reisemöglichkeiten der Vergangenheit, eine Kutschfahrt auf der Bühne mit acht Freiwilligen aus dem Publikum, die die Lachmuskeln aller mächtig strapazierten, kündigte sich schon der nächste Höhepunkt des Abends an. Das Marburger Prinzenpaar samt Gefolge und Garde besuchte die Anzefahrer Narren und erweiterte mit einem Gardetanz das vierzehn Punkte umfassende Bühnenprogramm.

Der Auftritt der Mädels „Chickpeace“ ließ dann schon vermuten, dass die „Luthersche Beigefreite“ und „Zugereiste aus Anzefahr“, die auch schwarze Woscht-Esser genannt werden, alles bisher Gesehene noch einmal toppen könnten. Sie lieferten als Blumen Schmetterlinge und Gartenzwerge, durch die Blume gesagt, einen Spitzenauftritt. Mit den „Sunshines“ ging es in der vollbesetzten Halle weiter. Die jeweils vier Stufen des Applauses sowie die Schreie der weiblichen Besucher erreichten nur noch beim Männerballett „Langensteiner Spratzer“ eine noch höhere Lautstärke.

von Elvira Rübeling

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr