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Anzefahrer Narren feiern unter Wasser

Karneval Anzefahrer Narren feiern unter Wasser

In einer bunten Unterwasserwelt feierten die Narren in Anzefahr die fünfte Jahreszeit. Neben einem unterhaltsamen Bühnenprogramm gab es viele Schunkelrunden und beste Stimmung bis in die tiefe Nacht.

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Die Tanzmädels vom Jugendclub Anzefahr zeigten einen actiongeladenen Auftritt.

Quelle: Patricia Graehling

Anzefahr. Die Mehrzweckhalle in Anzefahr glich einer bunten Unterwasserwelt. Passend zum Meeres-Motto des Abends prangten Fische und Meerjungfrauen an den Wänden. Die Männer des Dreierrats traten als muskelbepackte Bademeister auf und auch die Gäste hatten sich passend in Schale geworfen: Matrosen und Kapitäne feierten ebenso gut gelaunt mit, wie Piraten, Fische, Quallen und anderes buntes Meeresgetier.

Die Stimmung war von Beginn an bestens: Schlagersänger René Weiß heizte sie an, als er durch den Saal tanzte und dazu den Hit „Schatzi, schenk mir ein Foto“ sang. Das Publikum beklatschte den Kirchhainer und sang aus Leibeskräften mit.

Neustädter Garde.

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Ebenso viel Applaus bekam auch die Neustädter Kolpinggarde, die Röcke und Zöpfe fliegen ließ und mit flinken Sprüngen und einigen Spagaten begeisterte - trotz kleiner technischer Panne zu Beginn des Auftritts. Die schunkelten die lächelnden Mädchen dann aber einfach zum Lied „An der Nordseeküste“ mit dem Publikum weg. Später kamen die Mädels nochmal mit einem Abba-Mix auf die Bühne. In glitzernden Kostümen zeigten sie beeindruckende Hebefiguren und viel Akrobatik zu „Dancing Queen“ oder „Super Trouper“.

Eine Rakete für ihren schlumpfigen Tanz bekamen die Mädels der Tanzgarde „Sweet dreams“ aus Anzefahr. Die Tanzmädels des Jugendclubs marschierten im Anschluss ein und eroberten das Publikum im Nu. In militärischer Verkleidung zeigten sie einen actiongeladenen Auftritt zu „Captain Jack“ und „Scatman“. Die „Schinschter Tanzbeeren“ ließen die Zeit der Boybands wieder aufleben und tanzten zu einer kleinen Lichtshow und den bekanntesten Hits von Backstreet Boys und NSYNC. Mit ihren Tänzen begeisterten auch die „Chickpeas“ und die „Sunshines“, ebenso wie die Afföller-Tanzgarde.

Pater muss zurück an die Arbeit

Neben den Tänzen gab es aber auch einiges zu lachen: Käptn Ahoi Brause und Fishermens Friend von den Hugos Schönstadt stiegen in die Bütt und erzählten eine unterhaltsame Geschichte, bei der sie die Musik sprechen ließen: Ganze Sätze wurden vom Band abgespielt - herausgeschnitten aus bekannten Liedern. „Was wollen wir trinken?“ und „Wer soll das bezahlen?“ fehlten dabei natürlich nicht.

Den Tod nahmen die Anzefahrer an dem Abend nicht ganz so ernst: Berthold Bauerbach trat als Pater auf und erzählte eine lustige Geschichte zum Leben nach dem Tod - frei nach einer Parodie von Jürgen von der Lippe. Dabei erzählte er, dass jeder Mensch nach dem Tod Geld bekomme - Mindestlohn für jede angefangene Stunde. Schließlich sei das Leben nichts als Arbeit. Anschließend wird abgerechnet: Für jede Lüge werden zehn Euro abgerechnet. Der Pater jedenfalls war am Ende leicht im Minus - und musste deswegen zurück an die Arbeit.

Seit 35 Jahren steht Winfried Bauerbach beim Karneval auf der Bühne. Als Protokoller kommentiert er in Reimform das Dorfgeschehen, bringt Anekdoten und kleine Peinlichkeiten mit und breitet sie genüsslich aus. Da bekam jeder sein Fett weg. Bürgermeister Olaf Hausmann - als Kapitän verkleidet - und dessen Frau begrüßte er mit einem Wortspiel. Die Frau des Bürgermeisters habe das einfachere Leben: „Hausarbeit läuft bei ihr glatt, weil sie ja einen Hausmann hat.“

Nach dem bunten Bühnenprogramm war unter dem Meer im Bürgerhaus noch lange nicht Schluss: Die Anzefahrer tanzten und schunkelten zu närrischer Musik noch lange weiter.

von Patricia Grähling

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