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Anzefahr siegt gleich zweimal

Jugendfeuerwehren Anzefahr siegt gleich zweimal

Insgesamt 22 Mannschaften, vornehmlich aus dem Ostkreis, nahmen am Kreisentscheid der ­Jugendfeuerwehren in Kirchhains Stadtteil ­Anzefahr teil.

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Alle Siegermannschaften präsentierten sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Anzefahr. Große Anspannung herrscht vor dem Wettbewerb bei den Jugendlichen aus Langendorf, obwohl fast alle über eine gehörige Portion Erfahrung verfügen. Kurz vor dem Einsatz reicht Jugendleiterin Tabea Müller das Maskottchen „die Stangenau“ herum. Jeder muss vor dem Start das zottelige, in die Jahre gekommene Stofftier küssen, welches in der Vergangenheit so einige Kreiserfolge der Wohrataler miterlebt hat. Dann geht es los. Alles hört jetzt auf das Kommando von Cyra Cronau. Im A-Teil muss eine simulierte Löschübung mit drei C-Rohren durchgeführt werden, wobei das feuerwehrtechnische Wissen und Handeln im Vordergrund steht.

„Die abschließenden Knoten sind wichtig, weil die eine Zeitgutschrift ergeben“, erläutert Müller, vor kurzem erst selbst der Jugendfeuerwehr entwachsen. Einzig die Lautstärke der Befehle wird seitens der Wertungsrichter moniert. Das täten die immer, meint der 16-jährige Luca Garde, der vor dem TeilB, einem 400-Meter-Staffellauf, mehr Bammel hat. Er ist der, der den Leinensack bei einer der zahlreichen zusätzlichen Aufgaben zielgenau werfen muss und das kann schon einmal daneben gehen. Die Hachborner Jungen sind sichtlich geknickt, nachdem einer der Knoten wohl nicht den Vorschriften entspricht. Die Mädchen aus dem gleichen Ortsteil des Ebsdorfer Grunds nehmen nur wenig später mit viel Zuversicht ihre Übung in Angriff.

Sie hatten in den zurückliegenden Jahren den Spitzenplatz der weiblichen Wehren abonniert. „Schöne Übung“, lobt Andreas Stranghäuser, der sich diesmal um die Mädchen kümmert. Für Diskussionen am Rande sorgt der Einwand, der Schlauchtrupp hätte nicht korrekt gearbeitet. „Kleinlich“, so der knappe Kommentar eines der Mädels.

Die Roßdorfer Mannschaft wird von Jugendleiter Robert Weber für die tolle Zeit von 5,46 Minuten gelobt, in der sie die Übung absolvierte. Zusätzliche Punkte gibt das für das Team aber nicht. „Wir mussten gestern die Mannschaft noch einmal umstellen“, berichtet Weber über ein zusätzliches Handicap, das den Wettkampf für die Roßdorfer erschwerte.

Der zwischenzeitlich einsetzende Regen treibt alle, die nicht im Einsatz sind, ins Zelt, wo sich die Niederwälder die Zeit bis zu ihrem Start mit Kartenspielen vertreiben. Andere machen nach ihrer Übung von der angebotenen Verpflegung der rührigen Ausrichter reichlich Gebrauch.

„Ich bin mit dem Leistungsstand unserer Jugendlichen rundum zufrieden“, sagte Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk bei der Siegerehrung und führte dies auf die gute Arbeit in den örtlichen Wehren zurück. In den drei unterschiedlichen Wertungen hatten zweimal die Anzefahrer Jugendlichen die Nase vorne. Die dritte Kategorie mit Neuner-Mannschaften gewann die Jugendfeuerwehr aus Rüdigheim.

Alle drei Teams sowie zwei weitere Platzierte vertreten den Landkreis bei den Landesmeisterschaften im September in Hungen.

ERGEBNISSE

Dies sind die Wettkampfergebnisse: Gruppenwertung (Neuner-Mannschaften): 1. Anzefahr 1392 Punkte, 2. Langendorf 1390 Punkte, 3. Schweinsberg 1374 Punkte, 4. Stausebach 1368 Punkte, 5. Hachborn 1364,7 Punkte, 6. Roßdorf 1339,7 Punkte, 7. Dreihausen 1324,7 Punkte.

Staffelwertung (Sechser- Mannschaften): 1. Rüdigheim 1368 Punkte, 2. Argenstein 1351,8 Punkte, 3. Bracht /Josbach/Albshausen 1334 Punkte, 4. Argenstein II (jüngste Mannschaft des Entscheids) 1312 Punkte, 5. Wehrda 1312 Punkte, 6. Niederwald 1310 Punkte, 7. Halsdorf 1291 Punkte, 8. Bracht/Josbach/Albshausen III 1281 Punkte, 9. Sterzhausen 1280,6 Punkte, 10. Bracht/Josbach/Albshausen II 1255 Punkte, 11. Sindersfeld 1197 Punkte, 12. Halsdorf II 1146 Punkte.

Gruppenwertung Mädchen (9-er Mannschaften): 1. Anzefahr 1387 Punkte, 2. Hachborn II 1371 Punkte, 3. Hachborn I 1351 Punkte.

von Heinz-Dieter Henkel

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