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Anlieger wollen Fahrbahn selbst sanieren

Ortsbeirats-Entscheidung Anlieger wollen Fahrbahn selbst sanieren

Mit rund 20 Besuchern war die erst zweite Langendorfer Ortsbeiratssitzung nach der Wahl überaus gut besucht. Ein Grund waren Überlegungen für ein neues Baugebiet.

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Ein Teil der Münchsgasse soll von den Anliegern saniert werden. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Langendorf. „Ich habe noch nie eine solche Beteiligung erlebt“, wunderte sich Ortsvorsteherin Nicole Bach und schob die gute Resonanz besonders dem Thema „Neues Baugebiet in Langendorf“ zu. Hierzu führte Bürgermeister Peter Hartmann aus, dass er sich vorstellen kann, dass bei entsprechender Nachfrage in Langendorf ein Neubaugebiet errichtet werden könne. Als Vorteil pries Hartmann, dass man am Flohweg über ausreichend gemeindliche Fläche verfüge.

Allerdings sei zuerst eine Flächennutzungsänderung nötig. Danach müsse ein Bebauungsplan erstellt und ein Investor gefunden werden. Das alles dauere mindestens ein Jahr, bis gebaut werden könne, so Hartmann. Derzeit laufe eine Umfrage, wie viele Interessenten es gebe (die OP berichtete ausführlich).

Beim Ausbau der Straße „Münchsgasse“ bestreitet die Gemeinde Wohratal Neuland. Das Ansinnen der Anlieger, einen Erstausbau der Straße vorzunehmen, scheiterte zunächst an den Kosten. „Wir haben da eine Erschließungsbeitragssatzung, nach der die tatsächlich entstehenden Kosten zu 80 Prozent von den Anliegern bezahlt werden müssen“, berichtete der Bürgermeister. Dies war den wenigen Beteiligten zu teuer. So haben sich alle Beteiligten darauf geeinigt, dass die rund 100 Meter lange Wegstrecke der Stichstraße vom Flohweg aus, wie auch der sich zur „Wohraer Straße“ anschließende Fußweg, in Eigenleistung erstellt werden soll. Die nötigen Baumaterialien müssen allesamt von den Anliegern bezahlt werden. Die Kommune wird sich mit dem Einsatz von Gerätschaften des Bauhofs an den Ausbaumaßnahmen des „Sauergässchens“, wie es im Volksmund heißt, beteiligen.

Nach Fertigstellung der Arbeiten werde die Straße wieder an die Kommune übergeben, bei der dann wieder die Unterhaltungspflicht liege. Die „Münchsgasse“ gelte dann allerdings immer noch als Baustraße. Auch für dieses Vorhaben, welches am Dienstagabend (20 Uhr, Treffpunkt Halsdorf) noch vom Gemeindeparlament abgesegnet werden muss, stimmte der Ortsbeirat einstimmig. Der Aktionstag in Langendorf hat eine lange Tradition. Diesmal werde er am 6. Mai stattfinden, berichtete Ortsvorsteherin Bach. Der Umbau der Dorfscheune zum Gemeinschaftshaus jährt sich zum 25. Male. Deswegen wolle die Dorfgemeinschaft am 26. August ein Fest feiern, sagte Bach. Einzig eine Fotoausstellung sei geplant, sagte die Ortsvorsteherin.

Container-Lösung ist nicht erlaubt

Die Einstellung von Haushaltsmittel für neue Stühle in der Dorfscheune im nächsten Jahr rief erneut den lange geforderten Anbau eines Stuhllagers auf den Plan. Dem Ansinnen, einfach für wenig Geld einen Container an die Dorfscheune zu rücken, erteilte der Bürgermeister direkt eine Absage. Das werde die Denkmalbehörde niemals genehmigen, meinte Hartmann. In einem Gespräch zwischen Ortsbeirat und Verwaltung soll geklärt werden, welche Bauarbeiten nach bisherigem Stand denn rechtlich überhaupt möglich seien.

Für die rund 35 Bänke in der Langendorfer Gemarkung habe man bisher für rund die Hälfte Bankpaten gefunden. Die Karte mit den bestehenden Bänken soll noch ergänzt werden und weitere Einwohner als Bankpaten gewonnen werden.

von Heinz-Dieter Henkel

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