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Tag der Landwirtschaft Anfassen, informieren und staunen

Der ein oder andere Regenschauer, teils mit Hagel verbunden, überschattete den zweiten Tag der Landwirtschaft am Fuße Amöneburgs etwas. Trotzdem kamen mehrere Tausend Besucher.

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Tiere zum Anschauen und Anfassen gab es auch in einer weiteren Halle zu sehen. Besucher betrachteten die unterschiedlichen Schafrassen, die es im Kreis gibt. Fotos: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Amöneburg. Gleich bei Betreten des rund zwei Hektar großen Ausstellungsgeländes standen historische Traktoren, gleich gefolgt von den übergroßen modernen Mähdreschern. Der nächste Besucherblick fiel auf eine große Lauffläche, auf der Landwirte ihre Tiere präsentierten. Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Lamas und Schweine an einem Schaustand zu moderner Schweinehaltung zeigten sich Besuchern.

Zum zweiten Male nach 2014 richtete das Team aus Landkreis, Wasser- und Bodenverband (WBV), Stadt Amöneburg und Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) einen „Tag der Landwirtschaft“ aus. Nur das Wetter spielte nicht immer mit. Ansonsten schafften die Organisatoren augenscheinlich das, worum es ihnen ging: Landwirte und Bevölkerung zusammenbringen. Zwischen 4000 und 5000 Besucher kamen auf das Gelände rund um die Hallen des Wasser- und Bodenverbands. „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf und dem Besuch“, sagte Werner Metke, Geschäftsführer des WBV.

Eine kleine Besonderheit bot Dr. Bernhard Keil. In einem Erdloch gab er Besuchern die Möglichkeit, die verschiedenen Bodenschichten am Fuße des Berges kennenzulernen. So erfuhren Besucher auch etwas über Bodenqualitäten. Die Bewertungsskala reicht von 0 (Fels) bis 100 (hochwertig). Am Gelände des WBV liegt sie laut Metke zum Beispiel bei 55.

Mit Muskelkraft durch den Ast sägen

An einem anderen Teil des Geländes stellte der Imkerverein Kirchhain und Umgebung gemeinsam mit dem Bieneninstitut Kirchhain aus. Es habe ein ständiges Kommen und Gehen geherrscht, freute sich Vorsitzender Werner Gemmecker.

Der „Tag der Landwirtschaft“ hatte in ganz neuer Form die Nachfolge der einstigen Kirchhainer Kreistierschau angetreten. Doch die Prämierung der besten ausgestellten Tiere gab es auch in Amöneburg. Für die „Miss 2016“, gab es eine Schärpe. Die Wahl fiel auf Kuh „Romea“ aus einem Stall in Schiffelbach. In verschiedensten Kategorien gab es Urkunden und Pokale. Auch die Vielfalt der Nutztierwelt im Landkreis war „Auge in Auge“ zu erleben. So gibt es beispielsweise 16 verschiedene Schafrassen, die im Kreis gehalten werden.

Tag der Landwirtschaft, Hessen Forst

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Ein besonderes Ereignis feierte die Forstbetriebsgemeinschaft Marburg-Kirchhain. Sie besteht seit zehn Jahren. Private Waldbesitzer haben sich in ihr zusammengeschlossen. Für die Waldbesitzer lohnt sich das Bündnis. Gemeinsam organisieren sie Aufforstung wie Holzeinschlag in enger Kooperation mit dem Forstamt Kirchhain.

Etwa 12000 Hektar Wald gehören zur Forstbetriebsgemeinschaft, das Forstamt Kirchhain betreut insgesamt rund 17000 Hektar, wie Florian Zilm von Hessen Forst erklärte. Er gab Kindern auch die Möglichkeit, eine mit Muskelkraft angetriebene Kettensäge in Gang zu bringen. Neuheiten in der Landwirtschaft waren ebenfalls zu sehen, etwa eine Pelletieranlage für die übrigbleibende Biomasse von Biogasanlagen. Sie entzieht der Masse, die ansonsten Bioabfall ist, die Feuchtigkeit. So entstehen Pellets, die sich weiterverwerten lassen. Einen Blick auf die Feldarbeit gab es auch, nicht nur durch einen Blick auf die Großmaschinen, auch bei Vorführungen in einer Halle. Etwa 70 Aussteller, die informierten, und weitere 70 Aussteller, die Tiere präsentierten nahmen nach Organisatorenangaben am „Tag der Landwirtschaft“ teil.

von Michael Rinde

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