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Anders Arendt will nun doch nicht

Rückzug der Kandidatur Anders Arendt will nun doch nicht

Mit seiner neuerlichen Kandidatur hatte der frühere Amöneburger Bürgermeister Anders Arendt manchen überrascht. Eine zweite Überraschung folgte am Montag per E-Mail an die OP.

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Das Foto von 2012 zeigt Anders Arendt beim damaligen OP-Wahltalk in Amöneburg. 

Quelle: Archivfoto

Amöneburg. Es bleibt interessant im Vorfeld der Amöneburger Bürgermeisterwahl am 19. März, je nach Sicht der Dinge. Am 27. Dezember hatte der gebürtige Mardorfer Anders Arendt der OP seine abermalige Bewerbung um das Bürgermeisteramt angekündigt, per E-Mail. Genauso erfolgte am Montag seine Mitteilung, dass er es sich nun doch anders überlegt hat. „Ich trete bei der diesjährigen Bürgermeisterwahl in Amöneburg nicht an“, lautet der entscheidende Satz der E-Mail an die Ostkreis-Redaktion.

Dass Arendt auf eine Kandidatur verzichtet, hatte nur wenige Stunden zuvor auch Rainer Wiegand (Anarchistische Pogopartei Deutschlands, APPD) via E-Mail und Pressemitteilung erklärt. Übereinstimmend berichten beide, dass Arendts Entschluss nach einem „Friedensgespräch“ (Zitat) gefallen ist. In der Ankündigung seiner Kandidatur hatte Arendt am 27. Dezember bereits auf Wiegand Bezug genommen.

Arendt hatte sein Amt als Bürgermeister im Juni 2003 angetreten, im März 2005 wurde er von der erforderlichen Mehrheit der Amöneburger Wähler abgewählt.

46 Unterschriften von Unterstützern sind nötig

Um sich für das Bürgermeisteramt überhaupt ein drittes Mal zur Wahl stellen zu können, hätte Arendt wie jeder Bewerber, der nicht einer Partei angehört, die im Stadtparlament vertreten ist, Unterschriften sammeln müssen.

Der parteilose Amtsinhaber Michael Plettenberg und der weitere unabhängige Kandidat Stefan Backhaus hatten dies auch getan und mitgeteilt. In Amöneburg sind 46 dieser gesetzlich vorgeschriebenen Unterstützungsunterschrifen erforderlich.

Ob Arendt das erforderliche Formular bei der Stadtverwaltung in Amöneburg überhaupt abgeholt hat, wollte der zur Neutralität verpflichtete Wahlleiter Burkhard Wachtel gestern auf Nachfrage der OP nicht sagen.

Wer nun also wirklich und endgültig am 19. März zur Wahl steht, wird sich am 9. und am 20. Januar entscheiden. Am 9. Januar um 18 Uhr läuft die Frist für die Abgabe von Wahlvorschlägen im Rathaus in Amöneburg ab. Am 20. Januar tagt der Wahlausschuss der Stadt Amöneburg. Er entscheidet dann über die Zulassung der Wahlvorschläge. Die Wahlausschuss-Sitzung beginnt um 14.30 Uhr in den Bürgerstuben in Amöneburg.

von Michael Rinde

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