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An der Mauer gibt‘s noch viel zu tun

Spende für das Baudenkmal An der Mauer gibt‘s noch viel zu tun

Die Kirchhainer Stadtmauer ist eine Dauerbaustelle, an deren Finanzierung sich der Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler maßgeblich beteiligt.

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Vor der an dieser Stelle bereits sanierten Stadtmauer überreichte Otto Roth (links) einen Spendenscheck in Höhe von 13 000 Euro an Klaus Weber für den Erhalt des rund 650 Jahre alten Baudenkmals. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Eine großherzige Spende des Kirchhainer Bürgers und Unternehmers Otto Roth hilft dem Förderverein ganz wesentlich, den Fortgang der Arbeiten in diesem Jahr zu sichern. Otto Roth, der selbst Mitglied des Vereins ist, übergab dem Vereinsvorsitzenden Klaus Weber vor der Stadtmauer einen Spendenscheck über 13000 Euro. Der Spender hatte die Besucher der 50-Jahr-Feier seines Unternehmens gebeten, von persönlichen Geschenken abzusehen und stattdessen einen Beitrag zum Erhalt der Stadtmauer zu spenden. Den dabei zusammengekommenen Betrag stockte der Unternehmer auf.

Seine Frau und er verfahren seit zehn Jahren bei ihren Geburtstagsfeiern so. Gelder für den Erhalt des Kulturdenkmals seien wichtiger als 50 Blumensträuße, sagte Otto Roth schmunzelnd im Gespräch mit dieser Zeitung. Und er legte Kirchhainer Bürgern nahe, bei solchen Anlässen ähnlich vorzugehen. „Mit den 2500 Euro Mitgliedsbeiträgen pro Jahr kann der Förderverein wenig bewirken“, unterstrich Otto Roth die Abhängigkeit des Vereins von Spenden.

Die hohe Spendenbereitschaft Kirchhainer Bürger stand schon bei der Vereinsgründung 2005 Pate, wie Klaus Weber berichtete. Nach dem großflächigen Einsturz der Stadtmauer an der Kita Am Steinweg hätten gestandene Kirchhainer Bürger innerhalb weniger Tage 20000 Euro für den Wiederaufbau gespendet. Die Alternative dazu sei ein Rückbau der Mauer an dieser Stelle gewesen, erinnerte Klaus Weber an die Initialzündung zur Gründung des Vereins mit dessen Gründungsvorsitzendem Friedrich-Wilhelm Römer.

Gut 12000 Euro hat der Förderverein seitdem in die Sanierung der Mauer investiert. Der sanierte Teil reicht inzwischen fast bis an die Mühlenwohra heran. Die Arbeiten sollen bis zum Mauer-Ende am Amöneburger Tor fortgesetzt werden.

Klaus Weber erhofft inständig, dass der Mauer-Restaurateur Helmut Schäfer ab Frühjahr von der Stadt wieder einen Saisonvertrag bekommt. Dem stehe noch ein vertragsrechtliches Problem im Wege, erläuterte Weber, der die kenntnisreiche und vom Verein mitfinanzierte Arbeit Helmut Schäfers an der Mauer als unverzichtbar einstufte. Mit seinen speziellen Mörtelmischungen werde Helmut Schäfer sowohl dem Denkmalschutz als auch der Mauer gerecht.

„Bis zur Rente hat er noch Arbeit genug“, stellte Otto Roth mit Blick auf die sich an der Mühlenwohra bedenklich zur Seite neigende Stadtmauer fest. Dort hat sich der Boden erheblich abgesenkt.

Es gibt also auch noch für kommende Mäzene viel zu tun. Otto Roth hofft folglich auf neuen Zulauf für den seit Jahren 120 Mitglieder zählenden Verein. Dabei setzt er besonders auf die jüngeren Generationen und die Stadtverordneten.

von Matthias Mayer

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