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Amy geht brav an der Leine

Zuchtschau Amy geht brav an der Leine

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gab es eine Zuchtschau in Erksdorf, bei der Dackel-Besitzer ihre Vierbeiner nach Rassestandards bewerten ließen. Für Kinder gab es ein besonderes Angebot.

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Richterin Martina Schneider erklärte Leon, was er mit seiner Hündin Amy zu tun hat.

Quelle: Yanik Schick

Erksdorf. Martina Schneider hebt den Zeigefinger. „Der Hund muss immer zwischen dir und mir stehen“, erklärt sie ­Leon Aufdemgarten eine seiner wichtigsten Aufgaben. Der Junge ist an diesem Tag gemeinsam mit Dackelhündin Amy der einzige Teilnehmer am „Junior-Handling“, das die DTK-Ortsgruppe Homberg/Ohmtal-Stadtallendorf anbietet.

Schneider, eine internationale Zuchtrichterin, bewertet dabei Leons Umgang mit dem Dackel. Folgt Amy ihrem jungen Herrchen widerstandslos? Beachtet sie Leons Anweisungen? In einem abgesperrten Feld auf dem Hundeplatz in Erksdorf läuft der Schüler mit dem Dackel verschiedene Routen.

Immer wieder muss er die Leine von der einen in die andere Hand wechseln, damit sich die Hündin - wie von Schneider gewünscht - durchgängig zwischen Richterin und Herrchen befindet. Am Ende bekommt Leon von der Richterin ein paar Tipps - und einen Pokal, denn das „Junior-Handling“ hat er konkurrenzlos für sich entschieden.

Zweimal im Jahr ist Zuchtschau

Etwas besser ist die Resonanz bei der Zuchtschau, die etwas später am Nachmittag beginnt - wenngleich die Teilnehmerzahl im Vergleich zu früheren Jahren gesunken ist. „Die Zeit, in denen hier 20, 25 Hunde gesichtet wurden, sind vorbei“, bedauert Ute Weigel vom Ausrichter. Die knapp 60 Mitglieder zählende Ortsgruppe Homberg/Ohmtal-Stadtallendorf des Deutschen Teckelklubs (DTK) lädt zweimal pro Jahr zu einer Zuchtschau.

Dabei steht erneut Martina Schneider aus Herborn im Mittelpunkt. Die Zuchtrichterin nimmt die Dackel ganz genau unter die Lupe, schaut sich deren Gebiss, Körperform und Behaarung an. „Am meisten achte ich aber auf die Bewegung“, sagt Schneider, „die Anatomie des Hundes muss stimmen“.

Auch Rücken und Rute der Dackel werden von Schneider genauestens auf Geradlinigkeit abgetastet. „Am Ende sehe ich den Hund in der Gesamtheit an. Da spielt es auch eine Rolle, ob er eventuell ängstlich oder aggressiv ist.“

Bei der abschließenden Bewertung der Richterin hofft jeder Hundebesitzer auf ein „V“, das für „vorzüglich“ steht, oder ein „SG“ - „sehr gut“. Denn mit diesen Attributen wird die Beurteilung in die jeweilige Ahnentafel eingetragen - und der Besitzer erhält die Bestätigung, dass sein Dackel den Rassestandards entspricht. Die Folge: Er kann „mit Papieren“ züchten. Ein Qualitätsmerkmal, das für viele Käufer von Welpen eine hohe Rolle spielt.

von Yanik Schick

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