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Amüsanter Abend mit einer traurigen Nachricht

Karneval Amüsanter Abend mit einer traurigen Nachricht

140 bestens gelaunte Besucher, tolle Kostüme, witzige Sketche, humorvolle Büttenreden, flinke Tänze und eine Kostümprämierung: perfekte Zutaten für einen unterhaltsamen Faschingsabend.

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Edwin Lotter (kleines Bild) kündigte seinen Abschied an, die Charlie-Chaplin-Imitatoren überzeugten.

Momberg. „Das Dorfgemeinschaftshaus wir zum Tollhaus machen, heut lassen wir es richtig krachen“, eröffnete Sitzungspräsident Edwin Lotter im Namen des Tauziehclubs die Prunksitzung. Seit 27 Jahren ist er beim Momberger Fasching dabei, seit 22 Jahren steht er als Sitzungspräsident auf der Bühne. Damit soll jetzt Schluss sein, kündigte er später am Abend an, erntete großen Applaus, nahm ein Geschenk entgegen und erklärte im Gespräch mit der OP: „Ich bin nicht mehr so locker auf der Bühne wie früher.“

Im nicht ganz voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus waren es dann die jungen Nachwuchstalente der Momberger Showtanzgruppe, die verkleidet als Indianer den Abend erfrischend eröffneten. Ihnen war genau wie den folgenden „Ranzefunken“ eine „Rakete“ und der dreifach donnernde Momberger Faschingsschlachtruf „Hangerschte Verresht“ sicher.

Mit Höhepunkten war der Abend gut bestückt. Einer davon war der Auftritt des „alteingesessenen Kerns der Tauzieher“, die vor fast 30 Jahren den Karneval in Momberg ins Leben gerufen hatten. Mit Schnurrbart, enger Jacke, Entengang, Bambusstock in der Hand und Melone auf dem Kopf begeisterten Walter und Elisabeth Schmitt, Edgar und Iris Ebel, Karl-Heinz Schreiner, Martina Schreiner und Gabriele Sack als perfekte Charlie-Chaplin-Imitatoren.

Bravo-Rufe gab es für den Auftritt von Dorothee Sack und Eva-Maria Decher. Mit giftgrünem Schildkrötenkostüm und zuckersüßer Stimme bezauberte Josie (Dorothee Sack) als heiratswillige Schildkröte beim Speed-Dating. „Immer wenn ich an den Tisch kam, hat‘s geklingelt“, bedauerte Josie mit Augenaufschlag und herzzerreißender Stimme.

Schwarzer Humor war beim Sketch „Im Wartezimmer“ gefragt. „Können Sie überhaupt mit dem falschen Bein aufstehen?“, wollte eine neugierige Patientin (Dorothee Sack) mit süßer Stimme von einem Einbeinigen (Florian Schreiner) wissen. Welche Verwirrungen entstehen können, wenn ein Gesetz vorschreibt, dass ein Ehepaar nach mindesten fünf Jahren eigenen Nachwuchs haben muss, zeigten Katharina Stark, Stephanie Sanftleben und Eva-Maria Decher im Sketch „Kinderwunsch“.

Noch am Nachmittag hatte Fabian Lotter, Sohn des Sitzungspräsidenten, nicht gewusst, dass er abends in der Bütt stehen werde. Er berichtete mitfühlend, wie sich ein junger Narr in einer närrischen Familie zu Hause fühlt. Für diese tolle Spontanität gab es eine Extra-Rakete des Publikums.

Gabi Sack, Iris Ebel, Walter Schmitt, Karl-Heinz Schreiner und Edgar Ebel schlüpften im Verlauf des Abends in verschiedene Rollen. Sie begeisterten als Schönheitskönigin (Gabi Sack), mit einer Playbackshow oder als schwerhöriges Ehepaar (Walter Schmitt, Karl-Heinz Schreiner), das beim Pizzeriabesuch die Bedienung (Stefanie Senftleben) schier um den Verstand bringt.

„Niemals wieder Chili“, versprach singend der leidgeplagte Karl-Heinz Schreiner auf dem Klo sitzend im Sketch „Atemlos auf dem Schacht“ zur Melodie von Helene Fischers Hit.

Florian Schreiner überbrückte die Pause mit einer kleinen Elvis-Presley-Einlage und rockte während der Talentshow mit Cindy von Marzahn um die Wette. Marcel Schmitz hatte bereits im vergangenen Jahr im „Ranzeland“ als Cindy geglänzt und hatte sich diesmal einen Tanzwettbewerb ausgedacht: Mit Britney Spears (Fabian Lotter), Backstreet-Boy (Maximilian Sack) und Beyoncé (Florian Schreiner) rockte Schmitz im rosa Jogging-Anzug die Bühne.

Eine Funken-Casting-Show initiierten die Gardetänzerinnen aus dem vergangenen Jahr, die „Dancing Diamonds“ begeisterten mit einem Showtanz. Mit dem Auftritt des Männerballetts der Tauzieher Florian Schreiner, Christian Sack, Maximilian Sack, Andreas Decher, Björn Sack, Patrick Motyka und Christian Decher endete der Abend weit nach Mitternacht.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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