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Amöneburger Stadtgebiet bleibt frei von Blitzersäulen

Tempo Amöneburger Stadtgebiet bleibt frei von Blitzersäulen

Es hatte sich bereits angekündigt: Die angestrebten Standorte für fest installierte Blitzer sind unrentabel. Die beauftragte Firma machte der Stadt noch nicht einmal ein Angebot.

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Blitzersäulen – wie diese in Rauschenberg – wird es auf Amöneburger Stadtgebiet nicht geben.Foto: Matthias Mayer

Amöneburg. Erst vier, dann zwei, nun null: Stück für Stück reduzierte sich die Zahl der Standorte für Blitzersäulen. Nun ist klar, dass Amöneburgs Stadtgebiet frei von fest installierten Anlagen bleibt.

„Es lohnt sich nicht“, sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und ergänzt, dass die Firma noch nicht einmal ein Angebot abgegeben habe, „weil die Standorte völlig unrentabel sind“. Vom Tisch waren ohnehin schon der Abzweig nach Erfurtshausen auf der Landesstraße 3289 Richtung Haarhausen und die Ausfahrt nach Rüdigheim auf der Landesstraße 3073 Richtung Schweinsberg.

Das gleiche Schicksal ereilte nun die Standorte am Ortseingang von Mardorf (aus Roßdorf kommend) und in der 30er-Zone in Roßdorfs Mitte - die von der Polizeiakademie noch abgesegnet worden waren, weil dort unter anderem Schulbushaltestellen in der Nähe sind.

Die Stadt hatte nach einer ersten Verkehrsanalyse durch die Firma bereits befürchtet, dass diese die Standorte für ungeeignet hält. Eine Analyse der Kennzeichen hatte ergeben, dass zu wenig Fremde durch Roßdorf fahren und der Gewöhnungseffekt auf Seiten der Autofahrer so groß gewesen wäre, dass die Wirtschaftlichkeit immer weiter nachgelassen hätte.

Dies hat sich nun bestätigt. Das Unternehmen habe vorgeschlagen, dass die Stadt eine Blitzersäule mietet - samt Dienstleistung hätte dies monatlich einen hohen vierstelligen Betrag gekostet, berichtet der Bürgermeister und ergänzt: „Bei den Straßen ist das illusorisch. Das wirtschaftliche Risiko wäre viel zu hoch.“

Nun ruhen die Hoffnungen der Stadt auf andere Möglichkeiten, um den Verkehr zu beruhigen. „Wir haben diverse Anfragen bei Kreis und Hessen Mobil laufen“, sagt Richter-Plettenberg. Zum einen strebe die Kommune an, an einigen Stellen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren. Zweite alternative seien bauliche Veränderungen - die CDU hatte Fahrbahnverengungen für einige Ortseingänge angeregt (die OP berichtete) und die Stadt Amöneburg Bereitschaft signalisiert, auch Kosten zu übernehmen. Eine Rückmeldung von Seiten der Baulastträger stehe noch aus, erklärt der Rathauschef.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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