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Neues Baugebiet soll eine Arztpraxis bekommen

Spatenstich in Mardorf Neues Baugebiet soll eine Arztpraxis bekommen

Die Bagger rollen bereits: Am Donnerstag stand der symbolische erste Spatenstich für das neue Baugebiet an der Falkenstraße in Mardorf auf dem Programm.

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Sichtlichen Spaß am symbolischen ersten Spatenstich hatten (von links) Thomas Barg, Lothar Grün, Michael Plettenberg, Polier Burkhard Ochs, Ortsvorsteher Heinrich Benner, Helmut Schick (vom Vorstand der Nahwärmeinitiative) und Rainer Schick (Vorsitzender Bauausschuss).

Quelle: Florian Lerchbacher

Mardorf. Rund 15000 Quadratmeter ist das neue Baugebiet groß und inzwischen steht auch - fast - komplett fest, was für Gebäude dort hinkommen. Wie Thomas Barg, der Geschäftsführer der Geissler Infra GmbH, berichtete, wird es zehn Bauplätze für Einfamilienhäuser geben, von denen acht bereits vergeben sind. Zudem errichtet sein Unternehmen dort sechs barrierearme Doppelhäuser, von denen bisher erst zwei Hälften reserviert sind. Je früher sich Käufer finden, desto mehr können sie die Gestaltung ihrer künftigen Heimat beeinflussen.

Des Weiteren soll eine Wohngruppe für Menschen mit Demenz entstehen, in deren Obergeschoss wahrscheinlich eine­ Arztpraxis unterkommt, wie Barg berichtet. Die endgültige Zusage steht allerdings noch aus.

Bürgermeister Plettenberg lobt Unternehmen

Zu guter Letzt soll es noch eine Sondernutzungsfläche geben, in der die bisher in Roßdorf sitzende Tagespflegeeinrichtung AurA ihre neue Heimat finden möchte. „Wir führen enge Gespräche mit der AurA und stehen kurz vor dem Vertragsabschluss. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, betonte Barg während des symbolischen ersten Spatenstichs, mit dem die Erschließung des Geländes am Ortsrand von Mardorf offiziell begann.

Bürgermeister Michael Plettenberg lobte das Unternehmen als zuverlässigen Partner und gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Baugebiets. Dabei betonte er, dass die Stadt Land von Bürgern kaufen musste - und dies nicht immer einfach gewesen sei.

Aber zum Glück habe ja Ortsvorsteher Heinrich Benner die Stadt unterstützt, sodass diese das Land erwerben konnte. „Einige Bürger schimpfen immer noch“, kommentierte Benner trocken und freute sich über das Interesse der Nahwärme­genossen, das Gebiet ans Netz anzuschließen.

Erschließung soll spätestens im April 2018 abgeschlossen sein

Die Genossen hatten in weiser Voraussicht bereits einen Abzweig unter der quer durch den Ort laufenden Homberger Straße gelegt, wie Finanzvorstand Lothar Grün erklärte. Er war sehr erfreut, dass sich dank „sanften Drucks des Magistrats“ alle künftigen Anlieger für einen Anschluss entschlossen haben.

Ein junger Mann habe sich lange gewehrt, nun seien die Verträge aber in trockenen Tüchern. In diesem Zusammenhang wunderte sich Plettenberg, dass einzelne Menschen immer noch unabhängig von externer Versorgung sein wollten: „Dabei ist Gemeinsamkeit doch viel besser!“

Barg plant, mit seinem Unternehmen die Erschließung spätestens im April 2018 abzuschließen und das Gebiet an die bauwilligen neuen Eigentümer zu übergeben. Den Straßenendausbau möchte er in drei bis vier Jahren erledigt haben. Sein Ziel ist, nicht nur die Falkenstraße zu beackern, sondern das ganze Gebiet - also auch den Bruchweg, den Amsel- sowie den Finkenweg.

von Florian Lerchbacher

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