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Es „knistert“ im Pumpenraum

"Softeis"-Konzerte Es „knistert“ im Pumpenraum

Es war handgemachte Musik, ursprünglich und pur, die „Softeis“ in der ausverkauften Brücker Mühle an zwei Abenden den begeisterten Besuchern servierte.

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Armin Holten (von links), Sänger Ronny Moucka, Werner Eismann und Gerhard Eismann unterhielten in der Mühle.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Von Beginn an konnte sich das Publikum auf einen ganz besonderen Abend mit „Softeis“ freuen, denn die außergewöhnliche Atmosphäre eines „unplugged Konzertes“ spürten Besucher schon von der ersten Minute an. Es ist intimer, näher, unmittelbarer. Besucher rückten bis auf Armlänge an die Musiker heran.

Flackerndes Kerzenlicht tauchte den Pumpenraum der Brücker Mühle in gedämpftes Licht, und die Besucher genossen den Abend, das ein oder andere Kaltgetränk und Speisen aus der Mühlenküche.

Von Bon Jovi bis Deep Purple

Insgesamt 19 Songs von Bryan Adams, Bon Jovi über Queen und Deep Purple hatten Sänger Ronny Moucka, Gerhard und sein Bruder Werner Eismann (Bass) und Armin Holten (Klavier) herausgesucht. Und das in zwei Sets aufgeteilte zweistündige Konzert, bei dem die Band nicht ganz auf Verstärker verzichtete, hatte seine stimmungsvollen, ruhigeren Momente, aber auch solche, bei denen das Publikum mitklatschte und begeistert den Refrain mitsang. „Wenn wir gut sind, dann knistert es heute Abend“, hatte Werner Eismann, kurz vor dem Auftritt, in einem Gespräch erklärt. Und es knisterte am Freitagabend nicht nur bei seiner „Slapp“-Einlage gewaltig. Manchmal reichten schon die ersten Takte wie bei „Black night“ von Deep Purple, „You‘re the Voice“ von John Farnham oder „I wonder why“ von Curtis Stigers - und das Publikum verfiel in begeisterten Applaus.

Bevor die Musiker die Besucher vor der Pause zu einem Imbiss in den Mühlenhof verabschiedeten, stand Sänger Ronny Moucka ohne seine Bandmitglieder am Mikrofon, auch die Instrumente blieben in der Ecke. Mit vom Band eingespielter Orchesterunterstützung versetzte Ronny Moucka mit Giacomo Puccinis Arie „Nessun Dorma“ alle in Entzücken und steigerte damit die Vorfreude auf den zweiten Teil des Abends. „Unplugged zu spielen, ist sehr übungsintensiv und in der kleinen Gruppe schwierig, die Stücke so zu bringen, dass es groovt und swingt“, verdeutlichte Werner Eismann.

"Smoke on the Water" neu arrangiert

Dafür mussten Stücke, wie beispielsweise „Smoke on the water“ neu arrangiert, Tempi und Grooves umgestaltet werden. Die wechselnde Dynamik verlangte einiges an Konzentration von den Musikern, und Werner und Gerhard Eismann hatten an ihren Instrumenten gut zu tun.

„Wir müssen gut aufeinander eingehen und sehr konzentriert sein, denn jeden Fehler hört das Publikum sofort“, beschrieb es Gerhard Eismann gegenüber der OP.

"Es war ein Genuss, für euch zu spielen"

Mit Eric Claptons stimmungsvollem „Wonderful tonight“ schickte die Band die Besucher mit einem warmen Gefühl im Herzen und nach der zweiten Zugabe nach Hause. „Ihr wart wundervoll heute Abend, es war ein Genuss, für euch zu spielen“, rief Ronny Moucka dem Publikum zum Abschied zu.

Zu dem Konzert eingeladen hatte der Brücker Verein und „Softeis“, die zum vierten Mal in der Brücker Mühle gastierten. Sie hätten locker noch weitere Konzerte geben können, so groß waren die Anfragen. „Es macht mich stolz, dass Softeis exklusiv unplugged oder doch beinahe unplugged in der Brücker Mühle spielt, denn so kennt die Band kaum jemand“, freute sich der Vereinsvorsitzende Reiner Nau gegenüber der OP.

Der Brücker Verein

Der Brücker Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gebäude mit Leben zu füllen, und organisiert Musik, Wandertage und Kultur „aus der Region für die Region“. Zum Jahresabschluss präsentiert der Brücker Verein am 16. Dezember die „Casual Singers“, die regelmäßig in der Brücker Mühle auftreten.

von Karin Waldhüter

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