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Nur 245 Wanderer gehen auf die beiden Strecken

Ohmtalwanderung Nur 245 Wanderer gehen auf die beiden Strecken

Immer weniger Wanderer nehmen an organisierten Volkswanderungen teil. Diese Erfahrung mussten auch die Wanderfreunde Amöneburg bei der 37. Ohmtalwanderung machen.

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Wanderer liefen die Strecken rund um den Berg ab. Rechtes Foto: Zur Anmeldung kamen die Teilnehmer in das Sportheim des TSV Amöneburg.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Neblig und trüb, so begann der Morgen und im Sportheim des TSV Amöneburg herrschte gegen acht Uhr noch abwartende Ruhe. Ab 7 Uhr konnten die Wanderer in Amöneburg auf die sechs und zehn Kilometer langen Stecken gehen und erst wenige Wanderer hatten sich eine Stunde später auf den Weg gemacht. „Der Trend zum Wandern im Verein geht zurück“, macht Helmut Graff, Vorsitzender der Wanderfreunde Amöneburg, deutlich.

Schon am Morgen hatte er mit einer geringeren Teilnehmerzahl gerechnet. Kamen im letzten Jahr rund 500 Wanderer nach Amöneburg, so waren es in diesem Jahr mit 245 nur halb so viele. Das leidlich gute Wetter will Graff nicht dafür verantwortlich machen, denn ein richtiger Wanderer sei bei jedem Wetter unterwegs.

Kaum noch Gründungsmitglieder dabei

„Dass weniger Wanderer kommen, liegt daran, dass sich die Leute nicht mehr an Vereine binden wollen“, so der Vorsitzende des 90 Mitglieder zählenden Vereins. Junge Mitglieder kämen nicht nach und die alten Mitglieder würden immer weniger. „Die Jungen sagen, wir laufen gerne mit, aber in den Verein gehen sie nicht“, beschreibt Graff die Situation.

Von den Gründungsmitgliedern seien kaum noch welche da und wo früher 40 bis 50 Mitglieder an Busfahrten teilnahmen, seien heute gerade mal zwanzig mit dabei.

Brachten in den vergangenen Jahren zahlreiche Busse die Wanderer nach Amöneburg, blieben diese am Sonntag ganz aus. Dennoch wertete Graff die Stimmung unter den Wanderern und Organisatoren am Ende als positiv und von den Teilnehmern sei der ausgeschilderte Streckenverlauf allesamt gelobt worden.

DRK Schweinsberg vor Ort

Wanderwart Norbert Nau hatte für die Wanderer wieder eine neue Strecke vorbereitet, die abschnittsweise auch die neuen Amöneburger Wanderstrecken „Kreuz und Quer“ und „Stock und Stein“ berührten.

Die sechs Kilometer lange Strecke führte die Wanderer rund um den Berg und die Wenigenburg in Richtung Philippshof und durch das Ohmtal zurück zu Start und Ziel am Sportheim. Die zehn Kilometer lange Strecke zweigte von der kürzeren Strecke ab und ging weiter in Richtung Rüdigheim und Ziegelhütte. An zwei Kontrollstellen gab es kostenlos Tee für die Wanderer.

Insgesamt waren zwischen 20 bis 25 Vereinsmitglieder als Helfer in die Veranstaltung eingebunden. Den Sanitätsdienst hatte das DRK Schweinsberg übernommen. „Das machen wir zur Sicherheit, damit jemand schnell vor Ort ist“, so Graff. Ernsthaft sei aber in all den Jahren noch nie etwas vorgefallen. Der Amöneburger Wandertag wurde nach den Richtlinien des Deutschen Volkssportverbandes (DVV) im IVV organisiert und für das Internationale Volkssportzeichen gewertet.

von Karin Waldhüter

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