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Freundschaften, die nicht nur auf dem Papier stehen

Ringpartnerschaftstreffen Freundschaften, die nicht nur auf dem Papier stehen

Die Herzlichkeit war zu spüren, die Freude über die große Gemeinschaft zu sehen. Amöneburg feierte das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaften mit Tragwein, Chateau-Garnier und Tuoro sul Trasimeno.

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Die Europahymne sang der MGV Liederkranz Mardorf zur Begrüßung im bunt geschmückten Festzelt. Anschließend marschierte die italienische Delegation in Kostümen der Hannibal-Schlacht ein.

Erfurtshausen. An den Ortseingängen ist es zu lesen. Erfurtshausen pflegt die Freundschaft zu Chateau-Garnier in Frankreich, Roßdorf nach Italien zu Tuoro sul Trasimeno und Mardorf nach Tragwein in Österreich. Am Wochenende aber feierten sie alle zusammen in Erfurtshausen das 20-jährige Bestehen dieser Ringpartnerschaft, die so in Europa einmalig ist. Nach Italien dauern die Beziehungen sogar schon 30 Jahre an. „Diese Freundschaft ist nicht verordnet worden, sondern wurde von echten Freunden ins Leben gerufen“, berichtet Josef Naderer, Bürgermeister aus dem österreichischen Tragwein.

Alex Dörr, der mittlerweile über 90 Jahre alt ist, war damals in Tragwein zu Besuch und schaute auch bei der ortsansässigen Feuerwehr vorbei. Der Beginn einer langjährigen Freundschaft. So habe man das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf zur Gründung mit Notenspenden und Musikinstrumenten aus Österreich unterstützt. „Das ist gelebte Freundschaft“, resümiert der Bürgermeister aus der Nähe von Linz. Genannte Blaskapelle führte dann auch zusammen mit dem Musikverein Erfurtshausen und den Roßdorfer Musikanten den abendlichen Sternmarsch an, der am Festzelt mit der zusammen gespielten Europahymne endete.

Sommerakademie für die jüngere Generation

„Seit Wochen fiebern wir diesem Ereignis entgegen“, eröffnete Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg am Nachmittag das Ringpartnerschaftstreffen im festlich geschmückten Zelt. In seiner Rede sprach er über Europa und freute sich, dass auch viele Kinder unter den Gästen waren.

Die hatten sich am Nachmittag in Roßdorf auf dem Sportplatz bei den Sportspielen vergnügt. Vor allem das Kistenklettern erfreute sich großer Beliebtheit. Gesichert wurden die mutigen Kletterer von Stefan Neubauer von der Stiftsschule und Frederike Schlote von der Jugendförderung der Stadt Amöneburg. Letztere hatte die Sportspiele auch vorbereitet.

Im Festzelt erinnerte die Bürgermeisterin von Tuoro sul Trasimeno, Patrizia Cerimonia, an die Begründer der Partnerschaft mit Roßdorf und auch deren Werdegang: „Das, was davon geblieben ist, das leben wir heute. Nicht nur mit unserem heutigen Besuch, sondern mit persönlichen und freundschaftlichen Beziehungen, welche viele Bürger unserer Gemeinden aufrechterhalten.“ Und auch die stellvertretende Bürgermeisterin aus dem französischen Chateau-Garnier, Claudine Chevais, fand die richtigen Worte: „Heute ist die Gelegenheit, sich als ‚Familie‘ zusammenzufinden. Wir brauchen eine Freundschaft der Nationen und diese Partnerschaften sind ein Abbild dieser im kleinen Maßstab.“

Eine Sommerakademie soll nun die junge Generation zusammenbringen sowie zum Sprach- und Kulturaustausch beitragen. Es ist eben eine Freundschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern gelebt wird.

von Katja Peters

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