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Eine Fähigkeit fürs Leben

Streitschlichtung Eine Fähigkeit fürs Leben

Richtig streiten will gelernt sein: 14 Schülerinnen der Jahrgangsstufe neun der Stiftsschule St. Johann absolvierten mit Erfolg ­eine Ausbildung zurSchülerstreitschlichterin.

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Ausbildungsleiterin Adelheid Riedl (hintere Reihe, von links) Schulleiter Hans-Georg Lang, Ausbilder Johannes Günther und die ­Gruppe der 14 neuen Streitschlichterinnen, die in diesem Jahr allein aus weiblichen Absolventinnen bestand.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Manchmal ist es nicht einfach, einen begonnen Streit beizulegen. Wie kann ich eine Lösung, eine Verständigung finden? Ziel der Schülerstreitschlichter ist es, eine Streitkultur zu entwickeln, bei der die Streitenden eine Lösung finden und am Ende selbst den Konflikt beilegen können. Während der Ausbildung wurden intensiv Methoden der Streitschlichtung, wie zum Beispiel die Vereinbarung von Gesprächsregeln, eingeübt.

Zum „richtigen Streiten“ gehören das Zuhören, das Zulassen unterschiedlicher Positionen und die gemeinsame Suche nach Lösungen und schließlich die Erstellung einer schriftlichen Vereinbarung.

Schülerstreitschlichtung sorgt für gutes Klima

Die Teilnehmer mussten sich in Rollenspielen beweisen. Dabei wurden sie von Ausbildern beobachtet und bewertet. Zum Abschluss ihrer Ausbildung überreichte Schulleiter Hans-Georg Lang die Zertifikate gemeinsam mit den Ausbildungsleitern Adelheid Riedl und Johannes Günther.

Nach einer Fortbildung an der Thomas-Morus-Akademie war der Stiftsschullehrer zum ersten Mal als Ausbildungsleiter dabei. „Euer Einsatz hilft nicht nur der Schule, sondern euch auch persönlich weiter“, verdeutlichte Lang. Die Fähigkeiten, die man in einer Gruppe haben müsse, brauche man auch in der Familie oder der Firma. „Ihr habt fürs Leben gelernt“, unterstrich Lang.

Die Ausbildung umfasste 25 Doppelstunden und zog sich fast über das gesamte Schuljahr hin. Die Schülerstreitschlichtung hat an der Stiftsschule schon eine lange Tradition und hat sich über gut ein Jahrzehnt bewährt.

„Die Schülerstreitschlichtung hilft mit, das gute Klima an der Schule zu erhalten, auch unter dem Gesichtspunkt des sozialen Lernens“, betonte Lehrerin Adelheid Riedl, die von Anfang an als Ausbildungsleiterin dabei ist.

Inzwischen haben die Schülerinnen ihre Arbeit aufgenommen. Sie stehen einmal pro ­Woche im Mediationsraum im Rabanushaus als Schlichter und Gesprächspartner bereit. Die Qualifikation kann im Abiturzeugnis vermerkt und Bewerbungen beigelegt werden.

Die Schülerstreitschlichterinnen heißen: Milana Paul, Beatrice von Malottki, Emily Lotter, Melia Stückrath, Tessa Wiegand, Rica Lauer, Manon Seidemann, Apollonia Heeb, Michelle Nega, Hannah Schmidt, Leonie Jakobi, Lia Debel, Jennifer Riehl und Jule Paech.

von Karin Waldhüter

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