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Beirat schlägt Zeltstadt für den Zwinger vor

Überdachung Beirat schlägt Zeltstadt für den Zwinger vor

Seit Jahren geistert das Thema durch die Stadtpolitik: Der Zwinger der Schlossruine in Amöneburg soll eine Überdachung bekommen, schließlich wird er als Veranstaltungsort immer beliebter.

Amöneburg. Rock am Berg wird dort stattfinden ebenso wie andere Konzerte und Theateraufführungen. Mit dem Thema hat sich auch der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung befasst. Mitglied Andreas Möller-Forst stellte ein Konzept vor, das ihm eine Architektin aus Dänemark erstellt habe. „Dabei wurde das Erbe der Altstadt mit betrachtet und soll bei der Überdachung bewahrt werden“, sagte er.

So zeigte er Grafiken von einer Überdachung mit Pavillons. Diese können in verschiedenen Höhen und Größen nebeneinander zusammengestellt werden. So entsteht eine Art kleine mittelalterliche Altstadt mit spitzen Hausdächern und schmalen Gassen. Im Boden werden dabei Hülsen versenkt. So können die Zelte schnell und einfach von zwei Personen variabel aufgebaut werden, sind aber verankert.

Die Bauweise ist modular, die Zelte bestehen aus Alustreben und sehr leichten, wasserundurchlässigen Stoffen. Der Boden würde mit Rasengittersteinen versehen. „Das Konzept ist kostengünstig und wartungsfrei“, sagte Möller-Forst dazu. Auch könne die Überdachung im Winter genutzt werden - denn Seitenwände seien für die Zelte erhältlich. Ebenso können die großen Bäume im Zwinger in die Überdachung integriert werden.

Aus dem Ortsbeirat und dem Publikum kamen zu dem Konzept noch einige Anfragen und Verbesserungsvorschläge, die die Architektin nun ausarbeiten soll. So müsse ein befestigter Boden her, damit Lastwagen sich bei der Anlieferung von Materialien, Bühnen und Sitzbänken nicht festfahren. Außerdem wurde die Frage nach freitragenden Elementen laut, die insbesondere im Bühnenbereich wichtig seien. Schließlich sei der Zwinger sehr eng, und bei Aufbau und Lieferung müsse ausreichend Platz sein.

„Und wo werden die Zelte gelagert, wenn sie nicht benötigt werden?“, stellte ein Zuschauer eine wichtige Frage. Der Ortsbeirat kümmert sich daher um eine Überarbeitung und weitere Konzepte.

von Patricia Grähling

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