Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
André Lemmer empfängt die Diakon-Weihe

Mardorfer auf dem Weg zum Priester André Lemmer empfängt die Diakon-Weihe

Für den Mardorfer André Lemmer vollzog sich am Samstag im Hohen Dom zu Fulda ein wichtiger Schritt auf dem Weg ins Priesteramt. Weihbischof Karlheinz Diez weihte ihn zum Diakon.

Voriger Artikel
Beirat wartet auf das Wort der Bürger
Nächster Artikel
Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Nach der Weihe gratulierte Weihbischof Professor Karlheinz Diez dem Diakon und Priesteramtskandidaten André Lemmer aus Mardorf (rechts).

Quelle: Günter Wolf

Fulda/Mardorf. Insgesamt weihte Professor Karlheinz Diez vier Diakone. Unter ihnen war André Lemmer der einzige Kandidat, der das Priesteramt anstrebt. Wojciech Gofryk aus der Pfarrei St. Georg in Großenlüder, Dr. Stefan Ohnesorge aus der Pfarrei St. Georg und St. Nikolaus in Limburg und Ewald Vogel aus der Pfarrei St. Simon und Judas in Hosenfeld-Blankenau streben das Ständige Diakonat an. Für sie ist das Diakonat keine Durchgangsstufe zur Priesterweihe. Seit 1972 werden im Bistum Fulda verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Diakone können unter anderem bei der Eucharistiefeier assistieren, predigen, Wortgottesdienste halten, mit Taufen, Trauungen und Beerdigungen beauftragt werden.

„Der Mut, im Leben etwas zu unternehmen, erwächst uns aus der zunehmenden Vertrautheit mit einer Sache oder mit Personen“, unterstrich Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez am Samstag im vollbesetzten Fuldaer Dom, in dem Andrè Lemers Heimatgemeinde St. Hubertus zahlreich vertreten war. „Für ein gläubiges Leben, für ein diakonales und priesterliches Leben erwächst der Mut aus dieser Vertrautheit, aus der Freundschaft mit dem Herrn.“

Der Weihbischof zitierte den seligen Kardinal John Henry Newman: „Darin liegen der Adel und die Schönheit des Glaubens, dass wir das Herz haben, etwas zu wagen.“ Es gebe im Leben notwendige Zeiten der Klärung und der Reifung, aber auch eine Zeit zur Entscheidung und Tat. Auch Fehler dürfe es geben, denn aus diesen werde man klug. Die Würde des Menschen gründet laut Diez darin, von Gott von Anfang an erwählt zu sein. „Diese Würde des Erwähltseins wird noch tiefer begründet und endgültig besiegelt durch die Erlösung in Jesus Christus.“ Die großen Glaubenden der Bibel seien dadurch befähigt worden, ungeahnte Taten zu vollbringen, da sie sich von Gott geliebt und geleitet fühlten. Das Wissen um die zu jeder Zeit konkrete Gegenwart Gottes habe ihnen Mut und Vertrauen gegeben. „Der Weg, der zu gehen ist, besteht nicht fertig vor, er entsteht vielmehr im Gehen, ist ein Gehen in der Verheißung Gottes“, betonte Weihbischof Diez. „Gott unterdrückt nicht, entgegen dem Dauervorwurf der neuzeitlichen Freiheitsgeschichte, die Freiheit des Menschen, sondern ermöglicht sie.“

Den Anruf Gottes hätten auch die Kandidaten gespürt, wenn auch mit Sorge, mehr noch mit freudiger Erwartung und dem Vertrauen, das Gott in jeden Ruf hineinlege. „Ihr seid von Gott Gesandte, nicht willenlose Werkzeuge in der Hand Gottes - Ihr bringt Euch in Eurer Unterschiedlichkeit in die Heilspläne Gottes mit den Menschen ein“, sagte Diez zu den angehenden Diakonen. In Jesus Christus rufe Gott Menschen heraus und gehe mit ihnen. „Weil Gott mitgeht, dürfen sie das Gehen wagen!“

Zu Beginn des festlichen Gottesdienstes hatte der Weihbischof die Kandidaten und ihre Ehefrauen und Familien sowie die Heimatpfarrer besonders willkommen geheißen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr