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Am Hang hängen teure Sorgen

Ortsbeirat Ernsthausen Am Hang hängen teure Sorgen

Ein halbes Jahr lang hatte der Ernsthäuser Ortsbeirat nicht getagt. Entsprechend viele Themen haben sich angehäuft.

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Der Ortsbeirat will den Hang-Bewuchs am Friedhof bis zum Herbst zunächst erst einmal beobachten, bevor mit den Anliegern über teure Anpflanzungen gesprochen wird. Foto: H. Henkel

Ernsthausen. Ortsvorsteherin­ Anette Hahn entschuldigte sich gleich zu Beginn für die Pause. In diese fiel nach zweijähriger Bauzeit die Freigabe der Ortsdurchfahrt, die mit einem Straßenfest gefeiert werden soll. Wahrscheinlicher Termin: 17. Juni. Aus dem Kreis der neun Zuhörer kam der Vorschlag, dass die Anwohner Essen und Trinken zum Fest selbst mitbringen.

„Wir sind bereits spät dran“, meinte die Ortsvorsteherin zum Thema gemeinnützige Arbeiten in Dorf und Flur. Unser Motto könnte lauten „Ernsthausen packt an“, sagte sie. Erste Baustellen für Maler- und Pflege­arbeiten am und im Storchennest und in der Ortslage waren schnell zusammengetragen. Hahn versprach, sich mit dem Ortslandwirt in der Gemarkung umzuschauen, wo es Missstände gäbe, die ebenfalls beseitigt werden müssten.

Da man im Ortsbeirat mehrheitlich keinen ganzen Tag hierfür ansetzen wollte, wurden der 1. und der 8. Juli für die Aktionstage terminiert. Zu diesen Terminen, so Anette Hahns Vorschlag, könne man auch die Ehrenamtspauschale des Landkreises von einem Euro pro Einwohner für eine Brotzeit sinnvoll verwenden. Der Rest könne in die noch in Arbeit befindliche Ernsthäuser Webseite investiert werden.

Ergebnisse werden auf Fest präsentiert

Noch hat die geplante Fragebogenaktion „Unser Dorf im Gespräch - für ein lebenswertes Ernsthausen“ nicht stattgefunden. Der Anstoß zu dieser dörflichen Aktion kam zunächst aus dem Ortsbeirat und dann auch von der Kirchengemeinde. Ein Ziel ist es, beispielsweise über Nachbarschaftshilfe älteren Menschen ein längeres Verbleiben in ihren Dorf zu ermöglichen.

Da die erste Sitzung des Arbeitskreises hierfür bereits stattgefunden hat und einige Ortsbeiratsmitglieder sich ohne namentliche Einladung übergangen fühlten, mochten sich diese die Fragebogenaktion nicht zu Eigen machen. „Das ist doch genau das, was wir vorhatten“, versuchte die Ortsvorsteherin alle Mitglieder zu überzeugen. Doch diese blieben bei ihrer ablehnenden Haltung.

Dann werde eben nur ihr Name im Anschreiben der Befragung auftauchen, meinte Hahn schließlich und mochte danach Änderungsvorschläge am Fragebogen auch nicht weiter diskutieren.

Am 20. August plant der Arbeitskreis ein kleines Fest mit Programm. Bei diesem Anlass sollen die Ergebnisse der Befragung vorgestellt und diskutiert werden.

Bepflanzung muss von Anwohnern bezahlt werden

Für längere Zeit wird nach den Straßenbauarbeiten die Bepflanzung des steilen Hangs oberhalb der neuen Stützmauer am Friedhof Thema sein. „Die wurde schon immer von Ernsthäusern gepflegt“, erklärte Konrad Krause.

Die Bepflanzung der rund 500 Quadratmeter großen Fläche mit 320 Ziersträuchern würde rund 6000 Euro, die Bepflanzung mit 2000 Bodendeckern mehr als 9000 Euro kosten. Da diese Arbeiten zur Straßenerneuerung gehören, müssten diese von den Anwohnern bezahlt werden. Ohne eine vorherige Anliegerversammlung will sich der Ortsbeirat nicht zu dem Problem äußern.

von Heinz-Dieter Henkel

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