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Amöneburg spinnt Wanderwege-Netz

Zwei neue Geopfade Amöneburg spinnt Wanderwege-Netz

Die Stadt Amöneburg hat zwei Wanderrouten entwickelt, die sowohl an ihren geologischen Höhepunkten als auch an einem Großteil ihrer kulturellen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.

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Die Geopfade führen zum Beispiel an der Schlossruinevorbei.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. „Wir sind so weit“, freut sich Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. Die Stadt hat zwei Geopfade entworfen, die eine Verknüpfung zum Homberger Wanderwege-Netz schaffen sollen. Ziel ist es, mehr Tagestouristen, Wanderurlauber und „Geotop-Interessierte“ in die Region zu locken und für Bürger und Schüler neben der Amanabourch-Tour weitere Attraktionen zu schaffen, um die direkte Umgebung zu erleben, erläutert Birgit Gruß, die für das Projekt verantwortlich ist.

„Stock und Stein“ sowie „Kreuz und quer“ heißen die beiden neuen Wandertouren, die sowohl an kulturellen als auch an geologischen Höhepunkten Amöneburgs vorbeiführen. Auf der Route „Stock und Stein“ passiere der Wanderer mehrere Bildstöcke, „Kreuz und quer“ verlaufe querfeldein und an Kreuzungen und Kreuzen vorbei, erklärt Gruß die gewählten Namen.

Amöneburg ist seit einigen Jahren Mitglied der „Vulkanregion Vogelsberg“. Die Stadt auf dem ehemaligen Vulkanschlot fungiert dabei als nördliches Eingangsportal des sogenannten Geoparks und will nun ihre geologischen Schönheiten besser in Szene setzen.

Routen heißen „Stock und Stein“ und „Kreuz und quer“

Aber es gibt nicht nur etwas zu sehen: Auf zahlreichen Tafeln werden die Wanderer Informationen über passierte Besonderheiten finden. Auf der Tour „Stock und Stein“ beispielsweise über Trockenmauern, Moose und Farne, Magerrasen, Wälder oder Trockenrasen. Stationen sind unter anderem das ehemalige Klopfwerk, der Mauerrundweg, die Panoramaaussicht Richtung Nieder-Ofleiden, die Schlossruine, die Wenigenburg oder die Ostwand – das Geotop des Jahres 2014 der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, Fachsektion Vogelsberg. Eine Besonderheit sind auch Neonflechten auf Basaltstein. Start und Ziel der etwa fünf Kilometer langen Rundtour ist der Parkplatz Tränkgasse.

„Kreuz und quer“ ist beinahe schon als überörtlicher Wanderweg zu bezeichnen. Im Vorfeld sei einiges an Kooperationen notwendig gewesen, berichtet Gruß: Sie habe für die Vorbereitungen Kontakt zu den Städten Stadtallendorf und Homberg, der Region Marburger Land, dem Lahntal und dem Geopark Vulkanregion aufnehmen müssen. Eingangsportal ist am Sportplatz Rüdigheim. Danach führt der Weg unter anderem vorbei am Schweinsberger Moor und dem Wehr Richtung Brücker Mühle. Danach geht‘s zur Mariengrotte und Richtung Niederklein zum einzigen Naturdenkmal auf Amöneburger Gebiet, den Weiden. Diese Strecke ist etwa zwölf Kilometer lang.

Logos für die Geopfade sind noch in Arbeit

Logos für diese Geopfade sind noch in Arbeit. Angedacht ist auch, Basaltsteine für die Wegeführung zu nutzen. Auf den Rückseiten der Faltblätter zu den Touren (die ebenfalls noch in der Vorbereitung sind und später an den Eingangsportalen und im Rathaus erhältlich sein sollen) werden Amöneburgs Gastronomen aufgelistet – um auch die Wirtschaft anzukurbeln. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 44 000 Euro. Die Stadt bekommt über Leader-Mittel einen Zuschuss in Höhe von 27 700 Euro – zudem hat die Stadt Stadtallendorf zugesagt, sich an den Wegeschildern auf ihrem Gebiet zu beteiligen.

Amöneburgs Rathauschef hatte bereits in der Planungsphase erläutert, dass es der Wunsch der Städte Homberg und Amöneburg sei, „die Fläche zwischen den Schlössern wandermäßig zu erschließen“. Das entstehende gemeinsame Wanderwege-Netz soll nun Tagestouristen eine gute Auswahl bieten und zudem Wandertouristen die Möglichkeit geben, sich mehrere Tage in der Region aufzuhalten und immer wieder Neues zu erleben.

von Florian Lerchbacher

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