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Amöneburg soll einen Ruheforst bekommen

Bestattungskultur Amöneburg soll einen Ruheforst bekommen

Die Stadt Amöneburg will der steigenden Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen gerecht werden und plant, im Brücker Wald einen Ruheforst einzurichten.

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Friedwälder werden immer beliebter.Archivfoto

Amöneburg. Die Bestattungskultur in Deutschland hat sich geändert. Auch an Amöneburg ist das bisher nicht vorbeigegangen, beispielsweise ist die Nachfrage nach Urnengräbern gestiegen, wie Bürgermeister Michael Plettenberg hervorhebt. Die Stadtverordneten hätten reagiert und zum Beispiel zusätzlich die Anlage Reihenwiesengräber ermöglicht. Doch inzwischen wollten sich viele Menschen außerhalb von klassischen Friedhöfen bestatten lassen. „Ein Trend ist dabei die Urnenbestattung im Wald“, sagt der Bürgermeister und nennt den Friedwald als eine Möglichkeit.

Rücksprachen mit HessenForst hätten ergeben, dass die städtischen Flächen im Brücker Wald für ein solches Vorhaben geeignet seien - auch dem Punkt, dass der Brücker Wald als FFH-Gebiet ausgewiesen sei, stehe den Plänen laut Oberer Naturschutzbehörde dem nichts entgegen.

Für einen solchen Ruheforst ist allerdings die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Und so reichte der Magistrat bei den Stadtverordneten einen entsprechenden Antrag ein - den diese einstimmig absegneten. Versehen allerdings mit dem Passus, dass auch die Möglichkeit einer christlichen Bestattung eingeräumt werden müsse. „Die sollte in Hinblick auf die christliche Prägung unserer Region geschehen“, erklärte Bauausschussvorsitzender Rainer Schick (FWG). Es gelte also, sich bei der Umsetzung des Projektes mit den Kirchengemeinden abzustimmen. Ziel ist es nun, bis zum Sommer 2017 einen Beschluss für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Ruheforst Amöneburg“ zu fassen.

Tegut kann größer werden

- Ebenfalls einstimmig segneten die Stadtverordneten die neue „Richtlinie zur Beendigung und Vermeidung von Leerstand“ ab. Insgesamt 10000 Euro stellt die Stadt Hauseigentümern jährlich für sogenannte „Beratungsschecks“ zur Verfügung (die OP berichtete ausführlich).

- Daumen hoch gab es auch für die Initiative zur Schaffung weiterer Bioenergiedörfer in der Stadt (die OP berichtete ebenfalls ausführlich), die interkommunale Zusammenarbeit beim Aufbau einer einheitlichen Geodateninfrastruktur im Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Pläne zur Erweiterung des ­Tegut-Marktes in Roßdorf.

- Zudem initiierte die SPD, dass die Stadt bei ihrer „Veränderungssperre“ für den Marktplatz die Eigentümer einbeziehen muss. Das heißt, sie soll mit ihnen Lösungen suchen, um weiteren Schließungen von Gastronomiebetrieben und einer möglichen Umwandlung der Gebäude in Wohnhäuser vorzubeugen.

von Florian Lerchbacher

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