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Amerika - unerreichbar und doch in Neustadt

Karneval Amerika - unerreichbar und doch in Neustadt

Insgesamt sechs Sitzungspräsidenten betraten um 14.11 Uhr das Haus des Karnevals. Somit war klar, dass es beim närrischen Seniorennachmittag ein hohes Maß an Vielfalt geben würde.

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Die Mitarbeiterinnen der Volkshochschule unterhielten mit einem Sketch, Marion Hill (rechts) trat als Marktfrau auf.Fotos: Schick

Neustadt. Wie gut gelaunt die 400 Senioren im Haus der Begegnung waren, fiel Bürgermeister Thomas Groll gleich zu Beginn auf. „Ich würde mir wünschen, dass ein Kommunalpolitiker regelmäßig so empfangen wird, wie es heute der Fall ist“, rief der den begeistert klatschenden Neustädtern zu.

Sechs Vereine hatten sich zusammengeschlossen und für die älteren Karnevalisten ein Programm erstellt, das für mehrstündige Unterhaltung sorgen sollte. Einen Stammplatz auf der Bühne besaßen nur die Prinzenpaare des Jugendblasorchesters (Lea Trelenberg und Luis Ebel) sowie des VfL (Ilona Lohse und Volker Keßler) - auf dem noch verbliebenen Stuhl wechselten sich die Sitzungspräsidenten ab, die die Auftritte anmoderierten.

So folgte auf den anfänglichen Tanz der Garde des Frauenvereins eine Büttenrede von Wolfgang Baum. Er ist das älteste aktive Mitglied beim VfL Neustadt, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feiert. Zu diesem Anlass war Baum gebeten worden, über die Geschichte des Vereins und die damit verbundenen Auswirkungen auf sein Privatleben zu sprechen - dabei ging es unter anderem um das Verhältnis zu seiner Frau.

Diese Thematik griffen auch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Volkshochschule auf. Sie führten einen Sketch vor, in dem sich ein frisch verheiratetes Ehepaar am Strand darüber Gedanken macht, welche Urlaubskarten man den Verwandten aus den Flitterwochen zukommen lassen könnte.

Marion Hill von der katholischen Frauengemeinschaft St. Maria überzeugte wie gewohnt als Marktfrau. Sie erzählte von ihrer Begegnung mit einer Amerikanerin, der geplanten Reise in die Vereinigten Staaten, die ihr schusseliger Mann Karl allerdings zunichte gemacht hatte.

Später machten sich Sebastian Henkel und Frank Bielert als „Henkel und Larry“ insbesondere das neue Gotteslob zum Thema.

Gisela Wüst sprach über ihren Alltag als Hausfrau und „das leidige Kochen“, und auch die hohe Mathematik kam bei einem Sketch des Frauenvereins von Simone Gies, Sabrina Simon und Yvonne Theißen nicht zu kurz.

„Wir entführen Sie jetzt ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, hatte Sitzungspräsident Andreas Gnau die Garde der Kolpingfamilie angekündigt- und nicht zu viel versprochen: Elf menschliche Freiheitsstatuen brachten ein Stück USA ins Haus der Begegnung.

Mit jeder Menge Magie präsentierte sich hingegen die Gruppe „Hipp de Bibbs“ der Frauengemeinschaft, die den Tanz der „bezaubernden Jeannie“ aufführte.

Weitere akrobatische Glanzpunkte setzten die Prinzen-Garde des VfL, die Majoretten des Jugendblasorchesters sowie zwei ältere Damen der Frauengemeinschaft, die beim gemeinsamen Kaffeeklatsch nicht wirklich entscheidungsfreudig waren. Dem Nachmittag setzten schließlich die Tanzmäuse des Kolping-Männerballetts die Krone auf.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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