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Amanaburch-Tour bekommt das Siegel

Auszeichnung Amanaburch-Tour bekommt das Siegel

Die Mühen haben sich gelohnt: Die Amanaburch-Tour erfüllt die Kriterien des "Deutschen Wandersiegels" und darf nun als "Premiumwanderweg" bezeichnet werden.

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Die Amanaburch-Tour bietet nicht nur einzigartige Ausblicke auf 36 Dörfer der Umgebung sondern auch einen herrlichen Blick auf den Basaltkegel und die Stiftskirche.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Naturbelassene Pfade, Ausblicke auf ferne Dörfer und dazwischen Schauplätze der Geschichte: Mit der Auszeichnung der teilweise durch das zweitälteste Naturschutzgebiet Hessens führenden Amanaburch-Tour als Premium-Wanderweg ist die Stadt um Attraktion reicher geworden.

Ihr Name leitet sich von der historischen Bezeichnung „Amanaburch“ ab, der „Burg über der Ohm“. Von der fränkischen Burgfeste „Amanaburch“ aus hatte Bonifatius 721 sein Missionswerk begonnen.

Und auch für Amöneburg hat etwas begonnen: die Zeit mit einem prämierten Wanderweg. 34 Kriterien mit rund 200 Merkmalen wie Wegbelag, Straßenbegleitung, eindrucksvolle Bauwerke, Ortsbild, nutzerfreundliche Markierung, Abwechslung und historische Bauten Kilometer für Kilometer werden für das Wandersiegel unter die Lupe genommen.

Los gegangen war es mit der Amanaburch-Tour bereits im Juni 2012. Seitdem galt es, die Standards für eine Auszeichnung zu erfüllen. Nun war es so weit und die Stadt lud zur feierlichen Einweihung der Strecke und zur Überreichung des Zertifikats an den Ausgangspunkt „Wanderparkplatz Gollgarten“. Dort überreichte Klaus Erber, Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts aus Marburg, im Beisein von 35 Wanderbegeisterten - unter ihnen auch Thomas Meyer von der Tour GmbH - die Auszeichnung an Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg.

Das Rathausteam hatte die Route der Amanaburch-Tour ausgewählt. Unterstützung kam von Ortsvorsteher Herbert Fischer und dem Heimat- und Verkehrsverein. Die Wanderfreunde Amöneburg halfen zudem bei der Ausschilderung und gaben eine Expertise ab. Das Stadtoberhaupt dankte auch dem Bauhof, der „einen großen Anteil“ an der Umsetzung habe. „Es wäre schön, Wanderpaten zu finden, die bereit sind, einzelne Wegabschnitte zu begutachten und zu betreuen“, regte Richter-Plettenberg an, der auf weitere Informationen im Internet hinwies und sich bereiterklärte, selbst einen Abschnitt zu übernehmen.

Bis zur letzten Minute hatten die Amöneburger an der Strecke gefeilt, um ein Optimum für die Bewertung herauszuholen - und der Einsatz hat sich gelohnt. „Ich habe kaum einen Weg erlebt, den man in so kurzer Zeit so aufgepeppt hat“, bestätigte Erber, der bereits zahlreiche Wege im In- und Ausland zertifiziert hat.

Um das auf drei Jahre befristete Siegel zu erhalten, muss ein Weg mindestens 40 Erlebnispunkte erreichen. Erber bescheinigte der Amanaburch-Tour mindestens 55 Erlebnispunkte. „Ein tolles Ergebnis, das hoffentlich viele Wanderer anlockt und sich auch auf die Gastronomie positiv auswirkt“, unterstrich Erber. Er versprach, dass mit der Zertifizierung der Weg auch in Kürze auf der Internetseite des Deutschen Wanderinstitutes zu finden sei. Kurzfristig war es sogar noch zu einigen Veränderungen gekommen, die bis dato nicht mehr in die Bewertung einfließen konnten.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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