Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Am Montag geht‘s in Kirchhain los

Zweiter Bauabschnitt südlicher Stadteingang Am Montag geht‘s in Kirchhain los

Der Kirchhainer Kreisverkehr an der Schnellstraße B 62 und der innerörtliche Teil der Straße Am Amöneburger Tor wurden im vergangenen Jahr ausgebaut. Jetzt folgt der zweite Bauabschnitt.

Voriger Artikel
Investor darf bei Roßdorf fünf Windräder bauen
Nächster Artikel
Fliesen reichen für halbes Fußballfeld

Die Fahrbahn der Untergasse, Kirchhains berüchtigtster Schlagloch-Piste, wird ab dem 9. März grundhaft erneuert, die Bürgersteige werden verbreitert und neu gestaltet.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. „Am Montag geht‘s los“, sagte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) im Gespräch mit dieser Zeitung. Über den detaillierten Ablauf der Arbeiten, die Ende Mai abgeschlossen sein sollen, informierten zudem Bauamtsleiter Volker Dornseif sowie Stephan Stey und Benjamin Beule von der Kirchhainer Straßenverkehrsbehörde.

Tenor der Informationen zu dem Vorhaben: Die Auswirkungen der Bauarbeiten auf den Straßenverkehr fallen weitaus geringer aus, als dies im vergangenen Jahr der Fall war. Der überörtliche Verkehr wird überhaupt nicht betroffen sein, da der Kirchhainer Kreisverkehr diesmal offen bleibt. Und innerstädtisch werden während der Bauphase mit Ausnahme der Untergasse alle Kirchhainer Straßen für Autofahrer stets erreichbar sein.

Die OP dokumentiert den in drei Phasen unterteilten Bauplan, den Zeitplan und die Ziele der Bauarbeiten:

Bauphase eins

Zeitplan: Montag, 23. Februar, bis Montag, 9. März.

Das wird gemacht: Die Freifläche in der Verbindungskurve zwischen der Straße Am Amöneburger Tor wird durch Pflasterarbeiten und gärtnerische Gestaltung in einen kleinem Aufenthaltsplatz umgewandelt, der sich optisch an dem neuen Fahrbahnteiler am Stadteingang orientiert. Zugleich wird der Bürgersteig an dieser Stelle an das Bürgersteig-Ausbauende Am Amöneburger Tor angeschlossen. Wie Volker Dornseif berichtet, werden die Arbeiten ein Stück weit in die Straßen hineinreichen.

Das sind die Auswirkungen auf den Verkehr: Für Autofahrer und die Nutzer der Busse ändert sich in dieser Phase (fast) nichts. Im Kurvenbereich muss die Straße halbseitig gesperrt werden. Sie bleibt aber dank einer Ampelanlage in beide Richtungen befahrbar. Da die halbseitige Sperrung den Kreuzungsbereich an der Baustelle erheblich einengt, bleibt die Straße Gänseburg während der Bauphase eins für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Bauphase zwei

Zeitplan: Montag, 9. März, bis Ende April/ Anfang Mai.

Das wird gemacht: Nachdem inmvergangenen Jahr in der Untergasse die Hausanschlüsse zum Kanal aufwendig erneuert wurden, sind jetzt die Fahrbahn und die Bürgersteige dran. Der Cutter wird dem mit Schlaglöchern garnierten Flickenteppich der Fahrbahndecke den Garaus machen. Auch der Oberbau muss raus, nur der Unterbau kann bleiben. Die Erneuerung der Untergasse wird nicht nur die Autofahrer freuen, die dort künftig nicht mehr durchgerüttelt werden, sondern auch die Fußgänger, die demnächst komfortabler und vor allem sicherer auf dem Trottoir flanieren. Denn die Fahrbahn wird künftig schmaler, die zum Teil derzeit sehr engen Bürgersteiger aber deutlich breiter sein. Die neue Mindestbreite von 1,50 Meter kann nur an einigen Stellen, an denen Treppenstufen von Häusern in den Bürgersteig hineinreichen, nicht eingehalten werden. Zudem wird für Fußgänger eine neue Querungshilfe eingebaut.Für Volker Dornseif ist das der aufwendigste Teil des Projekts mit vielen Ecken und Kanten und etlichen Übergängen, die niveaugleich gestaltet werden müssen.

Das sind die Auswirkungen auf den Verkehr: Die Untergasse wird voll gesperrt. Dafür ist die Gänseburg wieder geöffnet, so dass der Verkehr aus Richtung Süden über den Kirchhainer Kreisel weiter in die Innenstadt fließen kann. Allerdings gilt das nur für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen. Die Fahrer schwerer Fahrzeuge müssen, von der Schnellstraße kommend, die Ausfahrten Kirchhain West oder Kirchhain Ost nehmen. Benjamin Beule weist darauf hin, dass auch der Busverkehr von der Bauphase zwei betroffen sein wird. Die Bushaltestellen Am Amöneburger Tor werden in dieser Zeit nicht angefahren. Das betrifft den Linienverkehr zwischen Amöneburg und Kirchhain und die Linie 75, die Kirchhain mit Großseelheim und den Lahnbergergen verbindet. Die Busse fahren ab dem 9. März vom Busbahnhof aus über die Alsfelder Straße ihre Ziele an.

Bauphase drei

Zeitplan: Ende April/Anfang Mai bis Ende Mai.

Das wird gemacht: Der außerhalb der Stadt gelegene Teil der Straße Am Amöneburger Tor wir dauf 300 Meter Länge zwischen der Ohmbrücke und dem Ausbauende von Hessen Mobil in der Nähe des Kirchhainer Kreisels erneuert. Zudem erhält der parallel verlaufende Radweg eine neue Decke. „Einmal mit der Fräse hoch und runter - das geht mit Großgerät schnell“, erwartet Volker Dornseif hier einen schnellen Baufortschritt.

Das sind die Auswirkungen auf den Verkehr: Die Untergasse wird wieder geöffnet. Damit kann die Kläranlage weiter von schweren Ver- und Entsorgungsfahrzeugen angefahren werden. Dafür muss der Straßenabschnitt zwischen der Ohmbrücke und dem Kirchhainer Kreisel voll gesperrt werden. Damit ist die Stadt für drei Wochen aus Richtung Süden nicht erreichbar. Verkehrsteilnehmer müssen über die Anschlussstellen Kirchhain Ost und Kirchhain West ausweichen.

Neuer Kreisel kommt

1,1 Millionen Euro Eigenanteil investiert die Kirchhain insgesamt in die Aufwertung ihres südlichen Stadteingangs.

Dass die Stadt für den zweiten Bauabschnitt jetzt so aufs Tempo drückt hat einen erfreulichen Grund: Hessen Mobil baut ab Juni den lange ersehnten Stausebacher Kreisel, der eine gefährliche und vielbefahrene Kreuzung entschärfen wird. „Es ist uns wichtig, unser Bauvorhaben so abzuschließen, dass wir vor dem Bau des Kreisverkehrsplatzes bei Stausebach fertig sind. Denn wir wollen auf keinen Fall, dass zwei Baustellen gleichzeitig den Verkehr nach und aus Kirchhain beeinträchtigen“, begründet Bürgermeister Jochen Kirchner die Eile.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr