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Am Montag fällt das Deutsche Haus

Neustadt Am Montag fällt das Deutsche Haus

Am Montag kommen die Bagger und machen mit dem Deutschen Haus ein Stück Neustädter Stadtgeschichte dem Erdboden gleich.

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Das Deutsche Haus (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1900) gehörte ab 1910 Carl Heinrich Gies (vorne) und seiner Familie.

Neustadt. Der Abriss des Deutschen Hauses ist seit Monaten beschlossene Sache. Nach vielen Jahren, in denen das Gebäude leerstand und immer weiter verfiel, fand die Stadt Neustadt einen Interessenten. Hephata baut eine Einrichtung für betreutes Wohnen, in der 16 behinderte Menschen Platz finden. Eine Sanierung hätte rund 1,6 Millionen Euro gekostet – was für das Diakoniezentrum nicht wirtschaftlich gewesen wäre, also entschlossen sich die Verantwortlichen für einen Neubau, der rund 1,2 Millionen Euro kostet (die OP berichtete).

Am Montag beginnt also der Anfang vom Ende des 1812 errichteten Deutschen Hauses. „Es tut weh, dass das Anwesen verschwindet. Aber es war so marode, dass es nicht mehr zu halten war“, sagt Ehrenstadtrat Ludwig Dippel und erinnert sich zurück: Erstmals war er als Fünfjähriger im Jahr 1934 mit seiner Mutter im Deutschen Haus: „Regelmäßig kam ein Rechtsanwalt und Notar in das damalige Gasthaus. Während meine Mutter mit ihm sprach, staunte ich über die vielen Biergläser, den Zapfhahn an der Theke und all die spannenden Sachen, die einst zur Brauerei gehörten.“
1875 hatte Friedrich Huber, der spätere Bürgermeister von Neustadt (1897 bis 1906) das Anwesen von der Familie Wurzer erworben.

von Florian Lerchbacher

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Abriss des Deutschen Hauses

Heute nimmt der Bagger seine Arbeit beim Abriss des Deutschen Hauses auf – angekündigt war dies eigentlich schon für die vergangene Woche, die Maschine war aber noch auf einer anderen Baustelle im Einsatz.

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