Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Am Jahresende ist Zentrum komplett

Stadtallendorf Am Jahresende ist Zentrum komplett

Von außen wirkt das Gebäude des Gesundheitszentrums der Herrenwald Wohnbau als wäre es längst fertig. Zahlreiche Mieter sind eingezogen. Rund um die "Ärzte-Etage" gibt es aber weiterhin nur spärliche Informationen.

Voriger Artikel
Der Berg ist nun 100 Tonnen schwerer
Nächster Artikel
Zum 40-Jährigen gibt es ein großes Sommerfest

Das Gesundheitszentrum in der Niederkleiner Straße ist baulich weitgehend fertig. Foto: Rinde

Stadtallendorf. Offiziell einweihen will die Herrenwald Wohnbau GmbH ihren Neubau in der Niederkleiner Straße Mitte September. Doch auch dann wird noch nicht jede Fläche im Gebäude belegt sein, wenn auch schon vermietet. Ein Reisebüro, ein Eiscafe, das ambulante Team der AWO sind dort schon ansässig. Hinzu kommt eine Zahnarztpraxis. Auch der künftige Betreiber eines großen Fitness-Studios, „Clever Fit“, wirbt seit Wochen für sein künftiges Angebot. Im Zusammenhang mit dem Fitness-Studio gibt es auch ein Physiotherapie-Angebot. Am 13. September ist die offizielle Eröffnung des Gesundheitszentrums geplant. Voraussichtlich am 25. September öffnet „Clever Fit“. Schon am 21. Juli wird das Sanitätshaus Kaphingst, bisher in der Stadtmitte angesiedelt, seine neuen Räume eröffnen. Diese Daten nannte gestern Konrad Busch gegenüber der OP. Er ist einer der beiden Geschäftsführer der Herrenwald Wohnbau GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Siedlungsgenossenschaft Herrenwald.

„Bis auf ganz wenige Quadratmeter ist alles vermietet“, freut sich Busch. Herzstück des Gesundheitszentrums wird die „Ärzte-Etage“ sein. Dies war auch von Anfang an klar. Bisher hat ein Stadtallendorfer Orthopäde seinen Sitz von der Stadtmitte in den Neubau verlegt. Mehr ist noch nicht bekannt.

Mieter dieser rund 1000 Quadratmeter ist der Marburger Professor Siegfried Bien. In den vergangenen Monaten herrschte zwar bei allen Beteiligten bei Fragen, welche Ärzte welcher Fachrichtungen dort künftig praktizieren und ab wann konsequentes Schweigen angesagt.

Bei einer Sitzung des Vorstands des Seniorenbeirats hat Konrad Busch, einer der beiden Geschäftsführer der Herrenwald Wohnbau GmbH, jetzt zumindest ein paar Details genannt. Bis Jahresende sollen die Praxisräume wohl komplett von Medizinern genutzt werden. Professor Bien hält das im Gespräch mit der OP auch „für sehr wahrscheinlich.“

Doch Bien bleibt bei Details weiter schweigsam, verweist auf immer noch laufende Verhandlungen mit Fachärzten, zu denen er sich nicht öffentlich äußern will. Die Gretchenfrage: Wird in Stadtallendorf künftig ein Radiologe, ausgestattet mit einem Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) oder zumindest Computertomographen praktizieren? Bien hatte sich bei diesem Punkt immer besonders still verhalten und bleibt das auch jetzt noch. Er bestätigt lediglich, dass er davon ausgeht, dass auch das „medizinische Großgerät“ bis Jahresende zur Verfügung steht.

Zumindest ein Röntgengerät für die künftige Praxisgemeinschaft ist aber schon vor Ort, eingebaut und abgenommen. Weiteres Gerät, das scheint klar, wird folgen. Schon bei der Vorstellung des Projekts im Mai 2012 war klar, dass die Ansiedlung eines Radiologen mit entsprechender Ausstattung ein enormer Zugewinn für die medizinischen Versorgung in der Region bedeuten dürfte. Das nächstgelegene MRT befindet sich in Marburg.

Mit der Orthopädie-Praxis ist bereits ein Stadtallendorfer Facharzt umgezogen. Wird es in naher Zukunft zu weiteren Praxis-Verlagerungen kommen? Diese Frage wurde in der Stadtmitte in der jüngeren Vergangenheit auch immer wieder diskutiert. „Ich halte es für wahrscheinlich, dass sich auch andere Ärzte aus der Region für einen Standort im Gesundheitszentrum entscheiden“, sagt Bien dazu.

Konrad Busch hatte bei der Sitzung des Seniorenbeirats-Vorstandes schon betont, dass sich die Herrenwald Wohnbau nicht als Konkurrent zur Stadtmitte verstanden wissen will. „Wir sehen uns als ein Bindeglied zwischen Stadtmitte und Niederkleiner Straße“, sagte Busch.

Bürgermeister Christian Somogyi hatte das Gesundheitszentrum stets befürwortet und als Chance gewertet. Daran hat sich seinerseits nichts geändert. Das es zu Verlagerungen komme, sei von Beginn an möglich gewesen. „Dieses Zentrum ist Minimum eine Sicherung des Ärztestandortes Stadtallendorfs“, sagt Somogyi.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr