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Am Freitag soll der Richtkranz wehen

Hallenbad Am Freitag soll der Richtkranz wehen

Eigentlich hätte das Hallenbad in wenigen Wochen schon eröffnen sollen. Inzwischen ist vom Spätsommer 2016 die Rede, um eine ausreichend lange Probelaufphase zu haben.

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Eine schwere Fassadenscheibe schwebt ein. Das Bad soll am Ende wesentlich heller werden als früher. Fotos: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Planer und Baufirmen haben in den vergangenen Wochen teilweise mehrmals täglich auf die Wetterberichte geschaut, mitunter etwas angstvoll. Die Angst vor Winterwetter habe schon die ein oder andere Stunde Schlaf gekostet, meint auch Bürgermeister Christian Somogyi beim Baustellenrundgang. Doch es ist offenbar geschafft: Das Gebäude wird in diesen Tagen dichtgemacht werden können. Stahl- und Fassadenbauer sind inzwischen mit Hochdruck bei der Arbeit.

Netze unter den Stahlträgern künden bereits davon, dass auch die Dachdecker in diesen Tagen anfangen. Die ersten Trapezbleche liegen bereits. Für Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke, die das Bad betreiben, ist ein Meilenstein geschafft worden. Am Freitag ist das Richtfest geplant.

Jetzt, wo die Hürde der Abdichtung des Gebäudes vor der ersten längeren Winterphase genommen werden kann, wird der Zeitplan für die weiteren Gewerke noch einmal aktualisiert. Bisher gab es aus ganz unterschiedlichen Gründen eine Bauverzögerung von mehr als einem halben Jahr. Eigentlich hätte das sanierte Bad in einigen Wochen bereits öffnen sollen. So lautete zumindest das ehrgeizige Ziel bei Beginn der Abbrucharbeiten im Juli vergangenen Jahres. Jetzt peilen die Stadtwerke zusammen mit der Stadtverwaltung einen Eröffnungstermin im Spätsommer nächsten Jahres an. Im Sommer wäre auch das Freibad wieder geöffnet, das schafft Luft für den nötigen Probebetrieb, wie Pontow erläutert. Der war von Anfang an einkalkuliert.

Im Keller des Bades geschieht derzeit besonders viel. Die Schwallwassertanks sind montiert, Rohrleitungen und Lüftungskanäle werden verlegt. Und auch der Malerbetrieb hat dort mit der Arbeit begonnen. Maler streichen derzeit die Stellen, an denen schon bald Rohre liegen werden. Dann sind diese Wände nicht mehr erreichbar.

Mobile Heizanlagen liefern den Handwerkern die nötige Wärme und tragen auch dazu bei, dass Böden und Wände trocknen. In diesen Tagen bedeutet jeder Regen immer noch, dass Wasser in das Gebäude eindringt, das dann mit Pumpen wieder herausbefördert werden muss.

Demnächst wird die Betriebskommission der Stadtwerke über einen letzten „dicken Brocken“ entscheiden, über die Vergabe der Elektroarbeiten. Aktuell geht die Kalkulation von Architektenbüro und Verwaltung von einer Bausumme von rund 9,2 Millionen Euro aus, wie Somogyi auf Nachfrage der OP erläuterte.

Bald Entscheidung über Eintrittspreise

Die Betriebskommission wie auch die Projektgruppe für die Hallenbadsanierung hätten in den vergangenen Monaten sehr intensiv mitgearbeitet, häufig auch bei Sondersitzungen, sagt Stadtwerke-Chef. Im ersten Halbjahr wird wieder die Politik gefordert sein. Dann werden einige Entscheidungen über die künftigen Öffnungszeiten wie auch die Eintrittspreise zu fällen sein. Derzeit laufen noch die Überlegungen in den verschiedenen Stadtwerke-Gremien zu diesen zentralen Punkten für die alten und erhofften neuen Badbesucher.

Zurzeit wird weiteres Inventar ausgesucht. Im Beckenbereich sind erste Elemente schon zu sehen. Die eigens für das Stadtallendorfer Bad gestalteten Wärmebänke stehen bereits an ihren Plätzen. Sie werden allerdings noch besonders abgedeckt. Diese Wärmebänke mussten vorab in das Gebäude gehievt werden. Sie sind bis zu 1,5 Tonnen schwer.

von Michael Rinde

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