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Am 4. Juni zeigt Mengsberg sich Europa

Wettbewerb Am 4. Juni zeigt Mengsberg sich Europa

Vier Stunden lang haben die Mengsberger am Mittwoch, 4. Juni, Zeit, sich den drei Mitgliedern der international besetzten Jury des Europäischen Dorferneuerungswettbe­werbes zu präsentieren.

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Am 4. Juni wollen die Mengsberger sich und ihr Dorf der Europa-Jury präsentieren – mit ein wenig Glück so erfolgreich wie beim
Bundeswettbewerb im vergangenen Jahr.Archivfotos: Lerchbacher

Mengsberg. Die Europäische Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Landentwicklung und Dorferneuerung hat ihren „Fahrplan“ festgelegt: Mit den Bewerbungsunterlagen der 29 Dörfer aus 12 Ländern setzte sich die Jury bereits auseinander, nun ist auch die Reiseroute für ihre Vor-Ort-Besuche klar. Am Mittwoch, 4. Juni, machen sich Beatrix Drago, Diplom-Ingenieurin für Architektur von der Bayerischen Verwaltung für ländliche Entwicklung München, Diplom-Ingenieur Hartwig Wetschko aus Kärnten (Österreich) und Helmuth Innerbichler, Bürgermeister der Gemeinde Sand in Taufers in Südtirol (Italien) - die im Jahr 2008 mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis ausge­zeichnet wurde - von 16 bis 20 Uhr ein Bild von Mengsberg. Bereits besichtigt haben werden die drei Jurymitglieder dann bereits das Kanton De Reidener in Luxemburg, Maldingen in Belgien sowie die Calmont-Region in Rheinland-Pfalz. Nächstes Reiseziel nach dem Neustädter Stadtteil ist Finsterlohr in Baden-Württemberg.

Nach dem Gewinn von einer von acht Goldmedaillen beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte das Land Hessen Mengsbergs als seinen Vertreter auserkoren. Beim Europawettbewerb, den die Europäische ARGE Landentwicklung seit 1990 im Zweijahresrhythmus auslobt, wird es nur einen Sieger geben. Neben dem „Europäischen Dorferneuerungspreis“ gibt es aber wenigstens noch einige Auszeichnungen zu gewinnen: für „herausragende ganzheitliche Entwicklungsprojekte“, für „besondere Leistungen in mehreren Bereichen der Dorfentwicklung“ sowie für „besondere Leistungen in den einzelnen Teilbereichen der Dorferneuerung“.

Bewertet wird laut Pressemitteilung, „wie das teilnehmende Gemeinwesen auf die am Beginn des Entwicklungsprozesses festgestellten Stärken und Schwächen sowie internen und externen Gefahren und Chancen reagiert hat“.

Einerseits gehe es dabei um „konkrete Projekte im Sinne einer wirtschaftlichen Entwicklung, der Schaffung zeitgemäßer sozialer Einrichtungen, der Architektur, Siedlungsentwicklung, Ökologie und Energieversorgung sowie um kulturelle Initiativen und Weiterbildungsaktivitäten“. Andererseits sind die gewählten Methoden und verfolgten Strategien von Bedeutung - wobei die Jury viel Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz, die Nachhaltigkeit sowie Bürgerbeteiligung, Eigeninitiative und Kooperationsbereitschaft legt.

Wie genau sich die Mengsberger der Europajury präsentieren und inwieweit sie ihren Auftritt im Vergleich zum Bundesentscheid überarbeiten, wollen sie endgültig in einer Sitzung am Dienstag entscheiden. Fest steht jedenfalls, dass sich immer mehr Bürger engagieren - womit das Ziel des Wettbewerbes, das Theres Friewald-Hofbauer, die Geschäftsführerin der ARGE, noch einmal hervorhebt, bereits erreicht ist. Und das lautet: „Dörfer und Landgemeinden in ihrem Engagement zu bestätigen, zu weiteren Aktivitäten zu motivieren und den Erfahrungsaustausch mit anderen ländlichen Gemeinwesen in Europa zu fördern“.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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