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Altreifen, Bauschutt, Sondermüll

Frühjahrsputz Altreifen, Bauschutt, Sondermüll

Frühjahrsputz in der ­erwachenden Natur war am Samstag in Stadtallendorf und den Stadtteilen angesagt. Mehr als 200 Helfer machten mit und füllten zahllose Müllsäcke.

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Conrad Buske, Herbert Feldpausch und Arnold Görge beseitigen das alte Laub rund um die Mariengrotte.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Das Wetter meinte es am Samstagmorgen nicht gut mit den vielen fleißigen Helfern, die sich in verschiedenen Gemarkungsteilen der Kernstadt und den Stadtteilen schon morgens um neun Uhr auf die Beine gemacht hatten. Bei Temperaturen um die drei Grad mischten sich sogar einige Schneeflocken unter die Regentropfen und manch einer der vielen fleißigen Helfer mag mit Wehmut an die vorangegangenen schönen Frühlingstage gedacht haben.

Frei nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ tat das Wetter der Einsatzbereitschaft der Freiwilligen keinen Abbruch. Mehr als 200 Helfer machten sich auf, um die Gemarkung der Kernstadt und der Stadtteile mit Ausnahme Erksdorfs von illegalen Abfallablagerungen zu befreien.

Stadtwerke organisierten Aktion gemeinsam mit 13 Vereinen und Ortsbeiräten

Was nicht in die Landschaft gehörte, landete in orangefarbenen Müllsäcken. Besonders an Straßenrändern, in Gräben und im Gestrüpp fand sich Unrat aller Art, den gedankenlose Umweltfrevler achtlos weggeworfen hatten. Es faden sich Kunststoff-Verpackungen, Flaschen, Papier, Dosen, Zigarettenkippen, Altreifen, Bauschutt, Folien und vieles mehr.

Die Stadtallendorfer Stadtwerke organisierten die Abfallsammelaktion in Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten und 13 örtlichen Vereinen, Verbänden und Gruppen zum vierten Mal. „Ich freue mich besonders, dass sich in diesem Jahr mit der Georg-Büchner-Schule und der Nordschule gleich zwei Stadtallendorfer Schulen beteiligen“, hob Armin Immel von den Stadtwerken hervor. Genau wie die Kinder des Kindergartens St. Katharina, die auch schon im vergangenen Jahr dabei waren, sammelten die Schüler fleißig an einem anderen Tag.

Trotz des nasskalten Wetters war die Stimmung unter den 20 Helfern aus den Kirchengemeinden St. Katharina, St. Michael und dem Arbeitskreis Forster Weg, die sich nahe des Gewerbegebietes Nordost gesammelt hatten, bestens und es wurde gelacht und gescherzt.

„Wir wollen für die Bevölkerung die Schönheit Stadtallendorfs und die Identität des Forster Wegs mit seinen Bildstöcken wahren“, berichtet Arnold Schmitt, Sprecher des Arbeitskreises Forster Weg, der gemeinsam mit Werner Kruppa die Teilnahme organisiert hatte. Ausgerüstet mit Säcken, Körben, Rechen und anderen Werkzeugen machten sich die Helfer von der Altstadt bis zum Wald daran, die Natur von Müll zu befreien. Dabei schwärmten sie auch ins Gewerbegebiet Nord-Ost aus, das sich zu einem Zentrum der Verunreinigung entwickelt hat.

Im Vorjahr kamen 23 Kubikmeter Müll zusammen

Ein Teil der Helfer widmete sich gleich zu Beginn einem besonders schönen Platz, der Mariengrotte, und befreiten den umliegenden Platz von altem Laub und verstreut liegendem Müll. Schnell füllte sich Sack um Sack. Schon mittags war die Ausbeute groß.

Fünf Vereine hatten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ihren Müll abgegeben und insgesamt 600 Kilo gesammelt. Von allein 15 Altreifen und verschiedenen unbekannten Flüssigkeiten, die als Sondermüll entsorgt werden müssen, berichtet Armin Immel. Das war unter anderem die Ausbeute des Pinscher-Schnauzer-Clubs, der entlang der Straße nach Langenstein unterwegs war. Zerschlagene Blumentöpfe, Tontöpfe und eine Menge Pfandflaschen wurden am Ortsausgang von Wolferode in Richtung Josbach gefunden.

Im vergangenen Jahr seien 23 Kubikmeter Müll zusammengekommen, erzählt Uwe Wiegand, Abfallbeauftragter der Stadt Stadtallendorf. Am heutigen Montag wird er die ­verschiedenen Stellen in der Kernstadt und in den Ortsteilen abfahren und den restlichen Müll einsammeln, um ihn der fachgerechten Entsorgung zuzuführen.

„Das ist nicht schön, dass so viel Müll in der Botanik landet“, sagt er und appelliert an die Verbraucher, das Angebot des Wertstoffhofes zu nutzen. Einmal im Monat, immer am zweiten Samstag des Monats stehe das Sondermüllfahrzeug bereit und jeden Samstag sei der Wertstoffhof geöffnet.

Die Frühjahrsputzaktion findet alljährlich am dritten Samstag im März statt. Als Dank spendierten die Stadtwerke für alle Helfer ein Mittagessen.

von Matthias Mayer

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