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Altes Handwerk und frischer Kuchen

Schwabendorf Altes Handwerk und frischer Kuchen

Besucher erlebten ein etwas anderes Backhausfest in Schwabendorf. Sie verfolgten die Präsentation alten Handwerks im Dorfmuseum und in der Schmiede.

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In der evangelischen Marburger Tracht, wie sie immer montags zur Kirmes getragen wurde, begeisterte die Tanzgruppe der Landfrauen.

Schwabendorf. Der Arbeitskreis für die Geschichte der Hugenotten und Waldenser und die Landfrauen Schwabendorf feierten, wie immer am dritten Sonntag im August, ihr traditionelles Backhausfest auf und rund um den von Zelten umgebenen romantischen Hugenottenplatz. Am Nachmittag waren fast alle Plätze besetzt. Die Besucher genossen Apfel-, Zucker- und Streuselkuchen frisch aus dem Backhaus, besuchten das Dorfmuseum und die geöffnete sanierte Dorfschmiede.

Der Posaunenchor Schwabendorf unter der Leitung von Uwe Henkel spielte auf. Begonnen hatte das Fest am Morgen mit einem Gottesdienst auf dem Hugenottenplatz, der von Pfarrer Dierk Brüning und Pfarrer Bernhard Böttge gestaltet wurde. Bernhard Böttge übernahm im Februar den Vorsitz des Arbeitskreises für die Geschichte der Hugenotten und Waldenser nach 17 Jahren von Gerhard Badouin. „Wir vom Arbeitskreis wollen mit dem Fest die Dorfgemeinschaft nach außen zeigen und den Bekanntheitsgrad, im Hinblick auf die Aktivitäten unseres Vereins, vergrößern“, verdeutlichte Bernhard Böttge. Um halb sechs am frühen Sonntagmorgen hatten die Landfrauen mit der Zubereitung der 20 großen Blechkuchen begonnen und das Backhaus angeheizt.

Erna Hampach, Vorsitzende der 88 Mitglieder zählenden Landfrauen, zeigte sich am Nachmittag mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Festes. „Das Wetter ist schön, die Leute haben gute Laune, was will man mehr“, erzählte sie gut gelaunt. Zwischen 40 und 50 Landfrauen und Mitglieder des Arbeitskreises für Hugenotten- und Waldensergeschichte waren in die Veranstaltung eingebunden. Für Kinder gab es einen Spieleparcours und Helmut Hampach und Heinrich Vincon erwarteten die Besucher im Dorfmuseum. Sie präsentierten dort verschiedene Arbeitsvorgänge in Landwirtschaft und Handwerk. Gerhard Badouin, Hansi Boucsein, Bernhard Böttge und Beate Kison führten die Besucher durch das Daniel-Martin-Haus. Herausragendes Objekt im Museum ist ein funktionsbereiter Strumpfwirkstuhl aus dem 18. Jahrhundert. Ein weiterer Museumsbereich zeigte neben Schriften und Dokumentationen auch Ausstellungen zur Familien- und Dorfgeschichte und zur Geschichte der Hugenotten und Waldenser in Hessen. ber das große Interesse der Besucher zeigte sich Kurt Rohde, der am Nachmittag die Esse in der Schmiede angeheizt hatte, sehr überrascht. „Die Besucher sind sehr interessiert“, erzählte er, während er das Eisen in der 1400 Grad heißen Schmiedekohle zum Glühen brachte.

von Karin Waldhüter

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