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Alter Hallenbad-Beton ist besser als gedacht

Stadtallendorf Alter Hallenbad-Beton ist besser als gedacht

Mauern wachsen in die Höhe, es wurde der zweite Teil der neuen Kellerdecke gegossen. Auf der Hallenbad-Baustelle mitten in Stadtallendorf ist einiges in Bewegung. Die entstandenen Verzögerungen sind aber nicht mehr aufzuholen.

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Vor dem Guss des zweiten Teiles der Kellerdecke schlitzten diese beiden Arbeiter ein Betonelement und bogen die Bewehrungseisen zurecht. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Im Augenblick, so sagt Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi, gebe es von der Baustelle am Hallenbad nur gute Neuigkeiten - angesichts der Komplikationen nach dem Start ist das eine Nachricht wert. Die wohl wichtigste Neuigkeit betrifft den Beton. Seit einigen Wochen läuft die Sanierung der verbliebenen Stützen und Dachbinder, vor allem auch im Keller. Wie sich im Zuge der Arbeiten herausgestellt hat, ist der Beton in besserem Zustand als beim seinerzeitigen Gutachten noch zu erwarten war. Damit hat diese potenzielle Kostenfalle nicht zugeschnappt und es gibt keine neuerlichen Verzögerungen bei der Sanierung. Die am Anfang aus mehreren Gründen verlorene Zeit lässt sich aber nicht mehr aufholen. Zuletzt ging die Stadtverwaltung davon aus, dass das Bad im März nächsten Jahres wieder zur Verfügung stehen kann. Ursprünglich war der Januar 2016 das Ziel. Mit dem auswärtigen Abbruchunternehmen, dem die Stadt in der letzten Phase den Auftrag entzog, habe man sich geeinigt, erklärt Somogyi. Einen Rechtsstreit wird es nicht geben.

In dem Teil der Baustelle, der von außen nicht zu sehen ist, ist in den zurückliegenden Wochen sehr viel geschehen. Auch dort wurde neu aufgemauert. In naher Zukunft wird der Keller vollgestellt sein mit Schwimmbadtechnik. Die gelangt im Übrigen durch die Straße Am Hallenbad dorthin. Wo künftig die Lüftungstürme stehen, ist eine große Öffnung im Mauerwerk geblieben.

Mobile Rampe und ein Beckenlift

Unterdessen ist am Freitag der zweite Teil der Kellerdecke gegossen worden. Sobald der Beton belastbar ist, stehen dort Maurerarbeiten an. Es entsteht der Gastronomie- und Eingangsbereich.

Veränderungen wird es jetzt als nächstes an der dem Parkplatz zugewandten Baustellenseite geben. Dort entsteht die leicht erhöhte Ruhe- und Tribünenfläche. Diese Erhöhung, über die die OP berichtete, hatte in der jüngsten Sitzung zu einem Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen geführt, der letztlich mehrheitlich auch beschlossen wurde. Demnach müsse es das Ziel sein, das Hallenbad von innen wie außen barrierefrei zu gestalten, fordert das Parlament. Beim gemeinsamen Baustellen-Rundgang mit der OP kommt Bürgermeister Somogyi auf dieses Thema zurück, verweist auf das, was die Stadt bereits für die Barrierefreiheit des „neuen“ Hallenbades geplant habe und umsetzen will. „Doch 100 Prozent Barrierefreiheit, das ist bei einem Hallenbad nicht möglich“, meint er. Dabei folgt auch der Hinweis, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen das Bad nutzten. Beim konkreten Problem, dem erhöhten Ruhebereich, wollen Verwaltung und Stadtwerke dem Parlament jetzt konkrete Lösungen vorschlagen. Dazu gehört eine mobile Rampe, die vom Badpersonal aufgebaut wird. Außerdem soll das Bad einen transportablen Beckenlift erhalten. Auf diese vorgesehene Anschaffung hatte Betriebsleiter Giselher Pontow schon während der Planungsphase der Badsanierung hingewiesen. Betriebskommission und Fachausschuss sollen sich mit dem Thema Barrierefreiheit jetzt noch einmal detailliert befassen, wie Somogyi ankündigt. Auf der Tagesordnung des Fachausschusses Soziales am Dienstag, 9. Juni, ist das Thema bereits vorgesehen.

von Michael Rinde

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