Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Als aus Interessierten Experten wurden

Erksdorfer nahwärmenetz eingeweiht Als aus Interessierten Experten wurden

Seit dem 23. Dezember 2013 fließt die Wärme durch das sieben Kilometer lange Nahwärmenetz in Erksdorf, offiziell eingeweiht wurde das Netz am Samstag.

Voriger Artikel
Im Juni wechselt der Kommandeur
Nächster Artikel
Von Schach bis zum Schlittenhundesport

Sabine Brathge (von links) führte die Besucher, unter ihnen die Bürgermeister Christian Somogyi und Michael Emmerich sowie Landrätin Kirsten Fründt, durch die Energiezentrale.Foto: Waldhüter

Erksdorf. Schon zum Festakt waren mit rund 200 Besuchern die aufgestellten Bänke und Tische in der Maschinen- und Lagerhalle dicht besetzt. Im Laufe des Nachmittags strömten zur Besichtigung der Energiezentrale und zum Tag der offenen Tür der Biogasanlage noch mehr Besucher auf das Gelände.

Freude und Stolz über das Geleistete prägten die Einweihungsfeier; das wurde in vielen Reden deutlich. Der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Pitz skizzierte den Werdegang des Nahwärmenetzes, an das 128 Haushalte angeschlossen sind.Vor fast genau zwei Jahren, am 30. März 2012, gründet sich die Genossenschaft, Baustart war im Oktober 2012 und einen Tag vor Heiligabend 2013 floss die erste Wärme durch das 3,35 Millionen Euro teure Netz. Genutzt wird die Abwärme der Biogasanlage, die von den Familien Trier und Herwecker betrieben wird.

„Überall im Dorf begannen die Diskussionen, ein Arbeitskreis bildete sich, der sich informierte und das Interesse in die Öffentlichkeit trug“, blickte Pitz in die Vergangenheit und erinnerte an eine erste Umfrage, die von Iris Trier initiiert worden war. Mit der Gründung der Genossenschaft am 30. März sei klar gewesen, dass man nun nicht mehr zurück könne. „Der Erfolg hat viele Väter“, sagt Pitz und benennt die vielen Helfer, die Stadt Stadtallendorf, das Ingenieurbüro Berghammer und Penzkofer und die VR-Bank Hessenland. Am Anfang habe sich eine Gruppe von Leuten zusammengesetzt, die das Beste wollten. „In einem wunderbaren Synergieeffekt ergänzten sich die Fähigkeiten der Einzelnen und ein Expertenteam entstand“, berichtet Pitz. Die Vorstandsvorsitzende Sabine Brathge sprach allen Genossenschaftsmitgliedern, „die an die Idee geglaubt haben“, ihren Dank aus.

Mit dem heutigen Tag sei man einen Schritt zum energie-autarken Landkreis weitergekommen, betont Landrätin Kirsten Fründt. „Eine Einweihung ist ein freudiges Ereignis, denn sie ist letztendlich ein sichtbares Zeichen für ein funktionierendes Gemeinwesen“, erklärt Bürgermeister Christian Somogyi. Für die Entwicklung des Nahwärmenetzes sei eine tatkräftige Dorfgemeinschaft erforderlich gewesen. „Als Bürgermeister muss ich sagen, wir sind schon ein bisschen stolz“, so das Stadtoberhaupt, der das Projekt als Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums würdigte.

Iris Trier sprach im Namen der Bioenergie ErWo ihren Dank für die ehrenamtliche Arbeit aus und dankte dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und dem Arbeitskreis.

Neben Führungen durch die Energiezentrale und die Biogasanlage stand dann die Gemütlichkeit im Mittelpunkt. Der Jugendclub „Oase“ sorgte für frisch Gegrilltes, die Feuerwehr übernahm die Bewirtung der Gäste und die Backgemeinschaft hatte ein großes Kuchensortiment bereitgestellt.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr