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Alles hängt am Bürger-Engagement

Museum und NIZA Alles hängt am Bürger-Engagement

Die Informationsdichte ist in Amöneburg wahrscheinlich nirgendwo so hoch wie im Museum und im Naturschutzinformationszentrum (NIZA).

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Dr. Alfred Schneider (von links), Robert Cimiotti, Winfried Kaul und Michael Richter-Plettenberg werben im Gebälk für die Museumspläne.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Dr. Alfred Schneider hat mal wieder etwas Neues: Der Direktor des Amöneburger Museums präsentiert am Sonntag zur Saisoneröffnung eine Ausstellung mit dem Titel „Die Marburger Märchenlandschaft“. Diese beinhaltet Zeichnungen von Otto Ubbelohde, die aus Märchenbüchern weltweit bekannt sind und Motive aus der Region zeigen – bei Dornröschen zum Beispiel Amöneburg, bei Rapunzel Amönau. Um eine Verknüpfung zur heutigen Zeit zu schaffen, hat Schneider diese Motive aus einem ähnlichen Winkel fotografiert und stellt diese zum Vergleich mit aus.

Mit dem Museum öffnet natürlich auch das NIZA seine Pforten – der Winter ist schließlich vorbei und mithin auch die Zeit, in der die beiden Einrichtungen ob der fehlenden Heizung für Besucher zumeist geschlossen sind. Auch NIZA-Koordinator Robert Cimiotti hält eine Neuigkeit parat: Die Schaukästen mit Schmetterlingen, Käfern und anderen Insekten stammen aus dem Nachlass von Gerd Müller, der in der Einrichtung jahrelang mitwirkte.

Angesichts des begrenzten Platzes drängt sich nun die Frage auf: „Wo soll das alles denn noch hin?“ Mit diesem Thema haben sich die Verantwortlichen auch auseinandergesetzt. Sie sind zu dem Schluss gekommen: Es ist Zeit für einen Ausbau, und es ist Zeit, die Räumlichkeiten zukunftsfähig zu machen, wie Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg es ausdrückt.

„Schon seit dem Jahr 1984 gibt es Pläne für das gesamte Gebäude“, erinnert sich Cimiotti. Damals hatte sich der Heimat- und Verkehrsverein des Projektes angenommen, die Stadt jedoch nach dem Ausbau und der Sanierung von etwa einem Drittel des alten Brauhauses mitgeteilt, dass der Rest später angegangen werden müsse. Inzwischen hat sich Architekt Roland Ott der Thematik gewidmet und ein Konzept für den Ausbau des mittleren Teils, also der alten Scheune, erstellt.

Am Sonntag wollen Cimiotti, Ott, Schneider, Richter-Plettenberg und Verkehrsvereinsvorsitzender Winfried Kaul der Öffentlichkeit das Konzept vorstellen und laden daher ins Gebälk des alten Brauhauses ein, wo ein großer Ausstellungsraum entstehen soll. Natürlich sind an diesem Tag die gefährlichen Stellen gesperrt, sodass Besucher sich nicht in Gefahr begeben müssen, um die Faszination des Gebäudes kennenzulernen. Und genau da ist der Knackpunkt, denn die Organisatoren müssen darauf setzen, dass sich die Bürger für das Projekt begeistern: 300.000 Euro würde der Ausbau nach jetzigem Stand der Dinge inklusive einer Heizung und eines Multifunktionsraumes kosten.

von Florian Lerchbacher

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