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Alle Ritter gehen baden

Historische Spiele in Josbach Alle Ritter gehen baden

Trotz widriger Wetter­bedingungen war das 2. Ritterfest der Veranstaltergemeinschaft aller ­Josbacher Vereine sowie der Kirchengemeinde ein voller Erfolg.

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Wieder fliegt ein Ritter zur Freude der Zuschauer in den „Burggraben“.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Josbach. Der Vorbereitungsausschuss hatte weder Kosten und Mühen gescheut und einen großen Tieflader organisiert, dessen Ladefläche als große, überdachte Bühne diente, auf der „König Michael“ (Emmerich) mit Gemahlin thronte und dem munteren Treiben seiner Untertanen zusah. Dazu gehörte auch ein Hufschmied, der seine Kunst demonstrierte und diese gerne auch dem interessierten Publikum erläuterte.

Um die Musik, manchmal etwas aus der Zeit gefallen, kümmerten sich die Gitarrengruppe unter Leitung von Regina Schade und die „Josbacher Blechmusik“ mit Vorspielerin Nina­ Knostmann, die eigens eine Fanfare für den König komponiert hatte.

Das Treiben auf dem Platz vor dem Gemeinschaftshaus begann am Morgen mit einem geistlichen Zuspruch von Pfarrerin Anja Fülling. Begleitet von der Musik der Spielleute gab es eine leibliche Stärkung, bevor sich die Kinder in verschiedenen alten und neuen Spielen messen durften.

Das Bogenschießen unter der Regie der sachkundigen Kyffhäuser war eine Attraktion, die gerne ausprobiert wurde.

Mal im Team, mal alleine bewähren

Der Höhepunkt dann die Ritterspiele. Acht wackere Recken mussten sich mal alleine, mal im Team bewähren. „Dirk von der kreischenden Sense“ (Dirk Vaupel) war als Zuschauer gekommen und sprang spontan für einen erkrankten Kollegen ein - und schlug sich wacker bis hin zum spektakulären Übersetzen über den Burggraben.

Ob beim Bau einer Burg aus großen Kartons, die liebevoll bemalt zusammengepuzzelt werden mussten, oder dem Erklimmen einer Burgmauer in Form einer steil aufgestellten Ladefläche eines Hängers mit erfolgreichem Stoß in das oben befestigte Horn. Ob beim Zielstechen mittels einer Lanze mit verbundenen Augen, oder dem Überwinden eines Moores auf wenigen Steinen, stets stand der Spaß im Vordergrund. Mal war „Ritter Hermann vom Ingerderff“, mal war „Ritter Rainer von der Kuchemühle und zur Seilbach“ der Sieger.

Höhepunkt der Kämpfe war das Überwinden des Burggrabens. Zur Freude der Zuschauer fielen alle Ritter ins schmutzige Wasser. Wer dann letztlich den Ehrenpreis bekam, war unbedeutend.

Es war nicht so ganz leicht, genügend Ritter für die Spiele zu finden, berichtete zum Abschluss Anja Fülling, die die Ritterspiele moderierte.

von Heinz-Dieter Henkel

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