Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Alle 500 Meter ein anderes Tempolimit

B 454 Alle 500 Meter ein anderes Tempolimit

Seit vergangenem Mittwoch rollt der Durchgangsverkehr durch die neue Unterführung auf der Bundesstraße 454 bei Stadtallendorf. Dort ist sogar "Tempo 100" erlaubt, wenn auch nicht zu empfehlen.

Voriger Artikel
Giebel braucht Verkleidung
Nächster Artikel
Ein erlebnisreicher Sommerabend

Ab Ortsausgangsschild an der Rampe zur B 454 ist Tempo 100 erlaubt, wenn auch nur kurz.

Stadtallendorf. Wer auf der Bundesstraße 454 aus Richtung Neustadt auf Stadtallendorf zufährt, sollte seit Fertigstellung der Tieferlegung genau auf die Beschilderung, inbesondere auf die Ortseingangs- und ausgangsschilder achten. Zunächst gilt bei der Abbiegung zum Neubaugebiet „Kronäcker“ noch einige Meter „Tempo 60“. Exakt 500 Meter weiter steht das Ortseingangsschild Stadtallendorf - automatisch gilt jetzt „Tempo 50“. Weitere 500 Meter, gemessen mit dem Tachometer, findet sich linker Hand, gleich nach der Kreuzung Bahnhofstraße und Hauptstraße, das Ortsausgangsschild. Ab dort gilt dann die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit für eine Bundesstraße, also „Tempo 100“. Dies bleibt auch 700 Meter lang so, es sei denn, der Autofahrer verlässt die Bundesstraße über die neue „holländische Rampe“. Erst unmittelbar am neuen Lärmschutzwall ist der Autofahrer dann gezwungen, auf „Tempo 60“ herunterzubremsen.

Auch, wer die Grenzen der Stadt am neuen Kreisverkehr in Richtung Neustadt verlässt, darf theoretisch gleich Gas geben, wenn er das Ortsausgangsschild passiert hat. „Tempo 100“ ist dort zulässig, wenn auch kaum praktikabel, weil schon wenige Meter später auf der rechten Seite das Ortseingangsschild „Stadtallendorf“ zu sehen ist - und damit wieder „Tempo 50“ gilt.

Hessen Mobil will Verhalten den Autofahrer im Auge behalten

Willi Kunze, Regionalbeauftragter von Hessen Mobil (Straßenbauverwaltung) bestätigt: „Ja, im Bereich der Unterführung darf 100 Stundenkilometer schnell gefahren werden. Dennoch gilt der Grundsatz, dass jeder Autofahrer seine Geschwindigkeit der Verkehrssituation anpassen muss.“ Hessen Mobil will das Verhalten der Autofahrer auf dem jetzt veränderten Bundesstraßen-Abschnitt allerdings im Auge behalten.

Dass der Durchgangsverkehr schnell über die Bundesstraße geleitet werden soll, ohne sich mit innerörtlichem Verkehr zu kreuzen, ist Grundlage des Ausbaukonzeptes.

An einer Stelle sieht die Stadtallendorfer Stadtverwaltung allerdings bereits Veränderungsbedarf und zwar in Höhe des Autohauses Nau, dort, wo während der Bauphase die provisorische Fußgängerampel stand. Die dort aufgemalten Sperrflächen und Fahrbahnteiler laden offenbar Fußgänger dazu ein, dort die breite Fahrbahn zu überqueren. Wohlgemerkt: Autofahrer aus Richtung Kirchhain dürfen dort noch 70 Stundenkilometer schnell fahren und sind bedingt durch die Kuppe erst spät zu sehen.

Es gebe Überlegungen, die vorhandenen Geländer zu verlängern, erklärt Fachbereichsleiter Hubertus Müller gegenüber der OP. Kurzfristig wird es Gespräche mit Hessen Mobil geben. Außerdem fehlt noch ein „Sackgassen“-Schild an der Einmündung von der Wetzlarer Straße zur Firma „Opel Nau“. Doch das ist das kleinste Übel, das kurzfristig abgestellt werden soll.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr