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Alice im Wunderland und 1001 Nacht

Kolping-Karneval in Kirchhain Alice im Wunderland und 1001 Nacht

Viel nackte Haut, Kostüme aus einer Parallelwelt und fliegende Männer: All das erlebten die rund 300 Besucher beim Kirchhainer Kolping-Karneval (KKK).

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Gregor Jennemann referierte über männliche Kochkunst.

Kirchhain. Wegen der Sanierung des Bürgerhauses fand die 56. KKK-Sitzung in der Sporthalle Mitte der Alfred-Wegener-Schule statt. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Das Publikum tobte vor Begeisterung und nötigte den meisten Aktiven Zugaben ab.

19.33 Uhr. Auf die Minute genau betraten Judith Holl und Wolfgang Heinl, die das Publikum durch den langen Abend führten, die große Bühne, flankiert von den beiden KKK-Tanzgarden „KKK-Ballett“ und „Showballett Gans anders“. Das „KKK-Ballett“ durfte gleich ran und heizte mit seinem ersten Gardetanz die Stimmung gleich an. Die steigerte sich beim zweiten Auftritt um ein Vielfaches: Als Bauchtänzerinnen zeigten die jungen Damen bei dem „Showtanz aus 1001 Nacht“ perfekte Körperbeherrschung und viel nackte Haut. Insbesondere das jüngere Publikum tobte.

Viel nackte Haut, Kostüme aus einer Parallelwelt und fliegende Männer: Das erlebten die rund 300 Besucher beim Kirchhainer Kolping-Karneval (KKK). Galerie: Jonas
Hielscher

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In der Bütt waren neben bekannten auch neue ­Gesichter zu ­sehen. Nachwuchsredner ­Daniel Hoffmann ließ sich über die Schwierigkeiten der Pubertät aus und bilanzierte: „Pubertät ist, wenn Eltern anfangen schwierig zu werden!“ Judith Holl beklagte sich über die Ungerechtigkeit der Welt. Nicht sie, eine andere war Weinkönigin geworden. Uli Holl philosophierte über die Auswirkungen des fortschreitenden Alters auf die Erotik.

Wolfgang Heinl nahm als Nachrichtensprecher die Kirchhainer Kommunalpolitik und die großen Bauprojekte Bahnhof und Bürgerhaus aufs Korn und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite.

Bütt-Urgestein Gregor Jennemann ließ sich über die Kochkünste der Männer aus. Joachim Stickler von den „Grauen- Piraten“ vertrat die Interessen der „Jackl- (alias: Dackel) Fraktion“, sinnierte über sinnlose Steuern und die Sinnhaftigkeit Kirchhainer Bauprojekte. Das Publikum brüllte, Stickler wurde bei jedem zweiten Satz unterbrochen.

Entspannt und lässig tanzten die KKK-Kids vor dem großen Publikum - mal klassisch, mal modern. Die „Show-Company“ des Emsdorfer EKC betraten als Blues Brothers die Bühne, entledigten sich aber nach dem ersten Song ihrer Hüte und schwarzen Anzüge, um zu Blues-Nummern zu tanzen.

Peter Heinzmann aus Michelbach zeigte als „Chamäleon“, eine beachtliche Solo-Bühnenshow. Während seines 15-minütigen Auftrittes wechselte er mehr als ein Dutzend Mal sein Outfit und den dazu passenden Song. Zum Schluss tanzte er im Saal auf den Tischen.

Nachdem die jungen Frauen vom „Showballett Gans anders“ schon als „Aufziehpupen“ in Blau aufgetreten waren, zeigten sie sich später noch einmal von einer ganz anderen Seite: Jede der Tänzerinnen hatte ein anderes Kostüm an und präsentierte eine andere Figur aus „Alice im Wunderland“. Das Publikum feierte die Tänzerinnen mit Standing Ovations.

Für den heimlichen Höhepunkt sorgte wie immer das obligatorische Männerballett. Zum Finale kamen noch einmal alle Aktiven auf der Bühne zusammen. Der Kolpingfamilie war wieder ein außergewöhnliches Programm gelungen. 90 Prozent der Mitwirkenden kamen aus den eigenen Reihen.

von Jonas Hielscher

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