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"Ahndörfer Platt" - Sprache der Hölle

Karneval "Ahndörfer Platt" - Sprache der Hölle

Über vier Stunden Programm, knapp 500 Gäste, tolle Stimmung und ein hochkarätiger Überraschungsgast: Die 49. Prunksitzung des FCKK hatte es in sich und brachte die Besucher zum Staunen, Lachen und Feiern.

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Kermit (Sylvia Ossinger) und Miss Piggy (Regina Kremer) begeisterten das Publikum.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Gardetanz, Showeinlagen, Büttenreden, Musik und vor allem viel gute Laune - das war am Samstagabend das Erfolgsrezept für einen gelungenen Abend. Die entsprechenden Zutaten hatten die Narren vom Festkomitee Carneval in den katholischen Kirchengemeinden (FCKK) zur 49. Prunksitzung, davon 25 Jahre als eingetragener Verein, zubereitet.

Mit dem Einmarsch aller Aktiven, des Elferrates, dem Prinzenpaar Andrea I. (Hammerschmidt) und Jens I. (Ratz), samt Prinzengarde und vergrößertem Hofstaat wurde ein Programm eingeläutet, wie es unterhaltsamer nicht sein könnte.

Das Sitzungspräsidentenpaar Christel Rohm-Naumann und Norbert Naumann führte mit vielen Informationen zu den einzelnen Gruppen, gewohnt gut gelaunt durch den Abend. Die Prinzengarde sorgte für den ersten glanzvollen und perfekten Auftritt. Stolz kann der Verein auch auf seine große Zahl an jungen Tänzerinnen sein. Beweis dafür ist die jüngste Garde „Blaue Funken“, die „Flippergarde“, die jüngste Showtanzgruppe „Mini-Kids“ und die „Wilden Hühner“. Sie begeisterten mit tollen Kostümen, Gardetanz, einem Tanz aus den 1950er- und 1960er-Jahren und dem „Candysong“.

Mit dabei: Kermit der Frosch und Miss Piggy von der Muppet Show

Das Spaßbarometer trieben der „Geer Jung“ Christoph Grimmel und die beiden FCKK-Urgesteine Sylvia Ossinger und Regina Kremer gehörig in die Höhe. Als Kermit der Frosch und Miss Piggy von der Muppet Show begeisterten sie das Publikum. „Ich mach jetzt Sport“, erzählte Miss Piggy (Regina Kremer) und erklärte: „Rittersport, zwei Tafeln.“ Zudem berichtete sie, wie wichtig es sei, hebräisch zu sprechen. Denn wenn man in den Himmel komme, müsse man sich ja mit den Engeln unterhalten können. „Und was machst du, wenn du in die Hölle kommst?“, wollte Kermit wissen. „Ach, da reicht Ahndörfer Platt“, antwortete Miss Piggy - und das Publikum grölt.

Zeremonienmeister Helmut Weitzel rockte als Andreas Gabalier die Bühne und bekam dabei Unterstützung von Kindern aus Stadtallendorf und Anzefahr, Christel Rohm-Naumann und Verena Nasemann. Ein stimmungsvoller Höhepunkt, dem die beiden Tanzmariechen Alena Weitzel und Marie-Christin Falkner mit zwei perfekte Auftritten und viel tänzerischem Talent und höchster sportlicher Akrobatik folgten.

Prinz Jens I. sang ein Udo-Jürgens-Medley

Dass aus einem erfolgreichen Kindertanzpaar auch ein erfolgreiches Teenagertanzpaar werden kann, bewiesen Tim Sehon und Lisa Weitzel. Mit flotten Tänzen, Musik und passenden Kostümen nahmen die „Ulknudeln“ die Besucher im Orientexpress mit auf eine Reise nach Wien, Moskau, Peking und Bombay. Die „Dancing Diamonds“ begeisterten mit einem „Dancefloor-Remix, die „Feuerhexen“ mit Prinzessin Andrea I. mit einer spritzigen Nummer aus den 80er-Jahren und die „Welle-Watz-Weiber“ sorgten in ihren Kostümen für einen „monstermäßigen“ Auftritt.

Den Saal zum Kochen brachte Prinz Jens I. mit einem Udo-Jürgens-Medley. Normalerweise bildet der Auftritt des Männerballetts „Kaktusblüten“ den krönenden Programmabschluss. Doch dieses Jahr wartete danach noch eine ganz besondere Überraschung auf das völlig ahnungslose Publikum.

Schlagerstar Gina aus Österreich - mit der Stadtallendorfs Prinz seit ihrem Auftritt beim Wohrataler Festival gegen Krebs freundschaftlich verbunden ist (und auch in diesem Jahr wieder für den guten Zweck auftritt) - hatte trotz Eis und Schnee sich auf den Weg gemacht. „Ich bin total bewegt und freue mich, für den FCKK und für Wohratal zu singen“, rief die Sängerin, streifte ihre Schuhe ab und trug einige ihrer neuesten Schlager vor - um dann mit den anderen Akteuren und dem Publikum das Lied „Sierra Madre“, nach einem neuen Text von der „Haus- und Hofkapelle“, den „Skyliners“, anzustimmen.

von Karin Waldhüter

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