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Acht Monate voller Action

Theater vom Bau Acht Monate voller Action

An drei Abenden steht das Theater vom Bau mit der Komödie „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ von Joao Bethencourt erstmals in der Kratz´schen Scheune auf der Bühne.

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Zwei höchst unterhaltsame und actionreiche Stunden versprechen die Mitglieder des Theaters vom Bau. Foto: Karin Waldhüter

Rauschenberg. Die Vorbereitungen in der Kratz´schen Scheune laufen auf Hochtouren: Das Bühnenbild steht, die Akteure freuen sich auf die Premiere am Freitag, 4. Juli. „So viel Action wie noch nie und keine Sekunde Langeweile“, verspricht das elfköpfige Ensemble. Denn selbst nach acht Monaten könnten sich die Darsteller während der Proben so manches Mal kaum das Lachen verkneifen.

Vor der Bühne sitzt Angela Damm. Sie führt seit zehn Jahre Regie, kennt die Darsteller genau und steht während der Aufführung als Souffleuse neben der Bühne. „Ich schaue den Spielern immer ins Gesicht. Ist der Gesichtsausdruck entspannt, dann weiß ich, es läuft“, erzählt sie.

In den letzten Tagen vor der Premiere proben die Akteure jeden Abend etwa zwei Stunden lang. Nur heute steht ein Ruhetag an. „Das hat sich gut bewährt, die Schauspieler können so noch einmal abschalten“, erläutert Damm.

„Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“ ist eine humorvolle, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte: Papst Albert IV. will sich unerkannt zwei Tage Ruhepause im Karmeliterkloster gönnen. Auf dem Weg dorthin wird er von Taxifahrer Samuel Leibowitz entführt. Aber Samuel möchte kein Geld erpressen, sondern fordert 24 Stunden Frieden auf der Welt.

Als Pazifist mit Vorliebe für Explosionen schlüpfte Helmut Klingelhöfer in die Rolle des Taxifahrers. Altbewährt steht ihm Irmgard Schein als skeptische Ehefrau Sara Leibowitz zur Seite. Neu in der Gruppe sind Henning Habermann, der als Papst Albert IV. auf der Bühne zu sehen sein wird, und Daniel Wach, der die Rolle von Kardinal O´Hara übernommen hat.

Das Theater vom Bau entstand im Jahr 1991 und präsentierte bis Ende des vergangenen Jahrtausends jedes Jahr ein neues Stück. Seitdem steht das Ensemble nur noch alle zwei Jahre auf der Bühne, weil die Gruppe im Laufe der Zeit immer kleiner geworden war. Auf ihren ersten Auftritt in der Kratz´schen Scheune freuen sich die Schauspieler: „Vieles ist hier einfacher“, sagt Schein, beschreibt die Veränderungen „von rustikal zu modern“ und betont: „Toiletten, Stühle, fließend Wasser - alles ist da, das macht es für uns viel einfacher“, sagt Schein.

Weiter stehen auf der Bühne: Tim Fries, Johanna Trinkl, Henning Habermann, Mathias Neumann, Frank Simolka, Alexander Schein, Sarah Schein, Thomas Nolte. Meike Dörbecker und Alexander Schein sorgen für Maske und Ton. Bühne frei heißt es am Freitag und Samstag um jeweils 20 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr.

von Karin Waldhüter

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