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Abschied von zwei Küstern

Ehepaar Kroll Abschied von zwei Küstern

Einen feierlichen Gottesdienst hatte Pfarrer ­Thomas Peters als Rahmen gewählt, um das Ehepaar Bernarde und Gerhard Kroll aus dem Kreis der Helfer zu verabschieden.

Stadtallendorf. Viele Jahre lang hatte sich das Ehepaar Kroll in den Dienst der evangelischen Kirche gestellt: Bernarde Kroll war 15 Jahre, Gerhard Kroll sogar 30 Jahre lang als Küster aktiv, um für optimale Bedingungen bei den Gottesdiensten und anderen kirchlichen Feiern zu sorgen.

„Sie merken schon am äußeren Rahmen, dass heute ein besonderer Tag ist“, stimmte Pfarrer Thomas Peters die Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes auf den Abschied ein. Seit 1986 hatten sich die Krolls zunächst vor allem in der Herrenwaldkirche ehrenamtlich betätigt. Sie halfen beim Organisieren von Gottesdiensten, beim Schmücken oder anderen Aufgaben, die anfielen. Immer wieder hatten aber auch die verschiedenen Geistlichen ihren Rat gesucht und gefunden.

Besonders den Abschied von der lieb gewonnenen Herrenwaldkirche in 2013 bezeichnete Peters als einen schwierigen Prozess für die beiden, der aber auch von dem Neubeginn in der Stadtkirche überdeckt worden war. Auch Bernarde Kroll, die sich am Ende des Gottesdienstes noch einmal an die Gemeinde wandte, bezeichnete die Aufgabe der Herrenwaldkirche als einen ganz traurigen Moment. „Da sind wir mit zwei weinenden Augen gegangen. Heute gehen wir mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge, denn ab heute sind wir auch an den Wochenenden für unsere Enkel buchbar“, betonte sie und freute sich über das gute Miteinander der Stadtallendorfer Protestanten.

Auf einem Spruchband, das die Überschrift „Ehepaar Kroll sind die Größten!“ trug, hatten die Gemeindemitgliedern in 32 Adjektiven - von eifrig über treu und zuverlässig bis hin zu freundlich und korrekt - die vielen guten Eigenschaften des Paares aufgelistet. Nach dem Segen für das Ehepaar, den Pfarrerin Svenja Neumann und Pfarrer Michael Fenner spendeten, überreichte Pfarrer Thomas Peters ein Präsent. Musikalisch umrahmte Philip Schütz den Gottesdienst. Die Liedauswahl hatte Bernarde Kroll getroffen.

von Alfons Wieber

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