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Abrissbagger stehen in den Startlöchern

Alte Blocks weichen Neubau Abrissbagger stehen in den Startlöchern

Ein Bauzaun umgibt die bereits seit November leeren Mehrfamilienhäuser in der Gerhart-Hauptmann- und der Niederkleiner Straße.

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Die ersten Anzeichen des nahenden Abrisses sind an diesen früheren Wohnhäusern in der Niederkleiner Straße schon sichtbar.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Seit November sind die drei Wohnhäuser Gerhart-Hauptmann-Straße 2 bis 6 und Niederkleiner Straße 37 bereits leer. Sie stammen aus den 1950er Jahren. Für die letzten Mieter hatte die Siedlungsgenossenschaft Herrenwald andere Bleiben gefunden. Die noch mit Ofenheizungen ausgestatteten Altbauten galten als nicht mehr sanierbar. Voraussichtlich am Donnerstag beginnt ihr eigentlicher Abriss. Bagger haben bereits erste Arbeiten an einem der Häuser begonnen.

An ihrer Stelle entsteht ein Neubaukomplex mit insgesamt 30 seniorengerechten Wohnungen, allesamt mit Balkon und einem Fahrzeug-Stellplatz (die OP berichtete). Die gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft widmet sich damit wieder ihrer historischen Kernaufgabe, der Schaffung modernen Wohnraums in Stadtallendorf.

Nachfrage nach den Wohnungn ist groß

Einziger Mieter der „Herrenwald“ wird die AWO Nordhessen sein. Sie mietet sämtliche Wohnungen von der Genossenschaft, um sie dann ihrerseits weiterzuvermieten. „Die Abrissgenehmigung liegt vor, die Ausschreibungen für den Bau laufen bereits“, sagt Konrad Busch von der Siedlungsgenossenschaft im Gespräch mit der OP. Eine einzelne Wohnung wird nicht vermietet. Sie soll als Gruppenraum und für ein kleines Büro dienen.

„Das Interesse ist sehr hoch“, bestätigt Michael Schmidt, Geschäftsführer der AWO Nordhessen in Kassel. Nach Beginn der Bauarbeiten, wenn klarer sein wird, wann die Wohnungen bezogen werden können, will die AWO mit den Interessenten Gespräche über Mietverträge führen.

Er sei zuversichtlich, dass die geplanten Wohnungen schnell vermietet sein werden, sagt Schmidt. Das habe zuletzt ein Projekt der AWO in Kassel gezeigt, bei dem sämtliche Wohnungen vor Fertigstellung vermietet waren. Die Wohnungen werden auf dem freien Markt und ohne Sozialbindung angeboten.

AWO und Genossenschaft offen für weitere Projekte

Beim Abriss der alten Gebäude erwarten Busch und Friedhelm Steidl, ebenfalls Geschäftsführer der Siedlungsgenossen, keine größere Probleme. Wie gehabt wurde der Auftrag an ein heimisches Spezialunternehmen vergeben.

Mit dem Neubau will die Genossenschaft nach Ostern beginnen, die Fertigstellung soll „schnellstmöglich“ erfolgen. Auf einen genauen Termin wollen sich Konrad Busch und Friedhelm Steidl aber noch nicht festlegen lassen. Der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen ist in Stadtallendorf unbestritten hoch, worauf nicht zuletzt auch der Seniorenbeirat immer wieder hingewiesen hatte. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Siedlungsgenossenschaft signalisiert, dass sie für weitere Projekte dieser Art offen ist. Das ist auch bei der AWO Nordhessen weiterhin so: „Wenn wir feststellen, dass die Nachfrage höher ist als das, was wir anbieten können, werden wir auch über neue Projekte nachdenken.“

Unabhängig davon denkt die AWO, wie Schmidt ankündigt, in näherer Zukunft auch daran, ihr Altenzentrum im Lohpfad zu modernisieren.

von Michael Rinde

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