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Abluftreinigung fängt wegen eines Defektes Feuer

Kirchhain Abluftreinigung fängt wegen eines Defektes Feuer

Bei einem Maschinenbrand in der Marburger Tapetenfabrik wurden zwei Mitarbeiter durch Rauschgase leicht verletzt. Sie kamen zur Untersuchung zunächst ins Krankenhaus.

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Feuerwehrleute kühlten gestern Nachmittag die sogenannte „Nachverbrennungsanlage“. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Kirchhain. Gegen 12.40 Uhr ging am Montag der Alarm aus der Marburger Tapetenfabrik (MT) bei der Leitstelle ein. Eine Maschine, eine Abgasreinigungsanlage für andere Produktionsmaschinen des Unternehmens, stand in Flammen. Der Kirchhainer Feuerwehr gelang es, den eigentlichen Brand innerhalb von rund 30 Minuten unter Kontrolle zu bringen. Doch dann kam es aufgrund der bei dem Brand entstandenen Hitze zu weiteren Problemen. „Die Maschine ist gut gekapselt, wir mussten zunächst die Kapselung entfernen, um das glimmende Dämmmaterial zu löschen“, erläuterte Kreisbrandmeister Stephan Schienbein gegenüber dieser Zeitung. Die Feuerwehr nahm Kontakt mit der Herstellerfirma auf, um das Vorgehen abzustimmen. Von dort gab es den Rat, die Maschine auskühlen zu lassen.

Um ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern, kühlte die Feuerwehr die Anlage über einen längeren Zeitraum mit Wasser. Da sich die Halle nur mit Atemschutzgerät betreten ließ, rückten die Stadtteilwehren aus Stausebach, Anzefahr, Emsdorf und Betziesdorf zur Verstärkung an. So waren zeitweise zwischen 40 und 50 Feuerwehrleute vor Ort. Bei dem Brand wurden zwei Mitarbeiter der Tapetenfabrik, die sich in der Halle aufgehalten hatten, leicht verletzt. „Bei ihnen bestand der Verdacht, dass sie Rauchgas eingeatmet haben. Sie kamen zur weiteren Untersuchung ins Krankenkaus“, erläuterte Kreisbrandmeister Schienbein. Die Marburger Tapetenfabrik verfügt über eine zweite Anlage dieses Typs. „Wir können noch nicht sagen, wie hoch der Schaden ausfällt“, sagte Alexander Kubsch, kaufmännischer Leiter der MT, im Gespräch mit der OP. Er geht von einem technischen Defekt aus. Die Abgasreinigungsanlagen „filtern“ die teilweise mehrere hundert Grad heiße Abluft, die bei der Tapetenherstellung entsteht. Am 24. März war es in der Marburger Tapetenfabrik zu einem verheerenden Großbrand gekommen, bei dem ein Druckereigebäude komplett zerstört wurde. Ursache war seinerzeit Brandstiftung. Ein offenbar psychisch erkrankter 21-jähriger Gießener ist seitdem in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

von Michael Rinde

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