Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Abgeschlagene Flasche wird zur Waffe

Auseinandersetzung in Stadtallendorfer Kneipe Abgeschlagene Flasche wird zur Waffe

Nach einer schweren Auseinandersetzung in einer Stadtallendorfer Kneipe brodelt die Gerüchteküche – doch die Polizei muss schweigen, und bei der Staatsanwaltschaft ist niemand zu erreichen.

Voriger Artikel
Nur beim Blick zurück kommt es zum Streit
Nächster Artikel
"Hexenschuss" zum Jubiläum

Eine Frau soll der Auslöser eines Streits mit einem schlimmen Ende in der Niederkleiner Straße gewesen sein.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. „Die Sache ist nicht pressefrei, daher dürfen wir keine Auskunft geben“, hieß es gestern sowohl von der Polizeistation in Stadtallendorf als auch vom Führungs- und Lagedienst des Polizeipräsidiums Mittelhessen in Gießen mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft in Marburg. Und dort war am gestrigen Tage für Presseauskünfte niemand zu erreichen. Was bleibt sind jede Menge Fragezeichen und die Tatsache, dass es nach einer massiven Auseinandersetzung am frühen Samstagmorgen in einer Kneipe in der Niederkleiner Straße in Stadtallendorf mindestens einen Schwerverletzten gibt.

Nach OP-Informationen war es zum Streit zwischen russischstämmigen Stadtallendorfern und Asylbewerbern – die nicht mehr in Erstaufnahmeeinrichtungen leben, sondern auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten – gekommen. Die offenbar nordafrikanischen Männer sollen eine Frau, die mit den russischstämmigen Bürgern unterwegs war, „angebaggert haben“, woraufhin es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein soll, an der auf beiden Seiten jeweils mehr als fünf Personen beteiligt gewesen sein sollen.

Mindestens ein schwerverletzter Mann

Die Situation eskalierte, einer der Nordafrikaner griff wohl zu einer Flasche, zerschlug sie und rammte den Hals der Flasche in den Hals seines Gegenübers. Der Mann kam schwerverletzt ins Krankenhaus.
In den sozialen Netzwerken ist sogar von zwei Schwerverletzten die Rede. Dort berichten Zeugen davon, dass die Polizei am Samstagmorgen mit großem Aufgebot Spuren gesichert und Personen befragt habe. Offenbar gab es auch Verhaftungen.

Nutzer von Facebook beklagen die hohe Anzahl von Verbrechen in Stadtallendorf. Bürgermeister Christian Somogyi rief als Reaktion auf Anfrage dieser Zeitung die Bürger dazu auf, niemanden vorzuverurteilen und die Auseinandersetzung unabhängig von der Herkunft der Beteiligten zu betrachten: „Zunächst einmal war das eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern, bei der angesichts der Tatzeit wahrscheinlich jede Menge Alkohol im Spiel war.“
Er habe durchaus Verständnis dafür, dass nach Geschehnissen dieser Art die „Volksseele kocht“: „Wir sollten den Fall dennoch sachlich angehen. Wir müssen die Fakten abwarten, diese analysieren und dann in Ruhe darüber nachdenken, wie wir damit umgehen.“

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr