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Ab Neujahr gibt es nur noch Heilig Geist

Gemeindefusion Ab Neujahr gibt es nur noch Heilig Geist

Am 1. Januar tritt die Fusion der vier katholischen Kirchengemeinden in Stadtallendorf in Kraft. Die Gemeindemitglieder merken zunächst wenig. Vorerst gibt es keine Änderungen im Tagesgeschehen.

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Die Kirchengemeinde St. Michael nimmt zunächst formal die anderen drei Gemeinden auf.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es ist ein förmlicher Akt: Zum Jahreswechsel nimmt die Gemeinde St. Michael die anderen drei katholischen Kirchengemeinden St. Katharina, Christkönig und St. Blasius und St. Elisabeth (Niederklein) auf. Danach existiert nur noch die Pfarrei „Heilig Geist“.

Wirklich merken werden die insgesamt rund 7000 Gemeindemitglieder diesen Einschnitt aber zunächst noch nicht. ­Alle Pfarrbüros behalten ihre gewohnten Öffnungszeiten, bei den Gottesdiensten gibt es keine Veränderungen - zunächst einmal.

Steuerungsgruppe trifft zentrale Entscheidungen

Das zentrale Pfarrbüro in St. Michael muss erst eingerichtet werden. Auch, wenn es die Arbeit aufgenommen hat, wird es allerdings verkürzte Öffnungszeiten in den anderen, bisherigen Pfarrbüros geben. Das versicherte Stadtpfarrer Diethelm Vogel.

In den zurückliegenden Monaten hatte die Steuerungsgruppe für die Fusion zentrale Entscheidungen getroffen, die Arbeitsgruppen entsprechend vorbereitet hatten. In den Arbeitsgruppen sitzen Vertreter aller bisherigen vier Kirchengemeinden. Die Kirche St. Blasius und St. Elisabeth wird offizielle Pfarrkirche von Heilig Geist. Über den Namen der neuen Pfarrei entschieden die Gemeindemitglieder seinerzeit mit, ebenso über das neue ­Logo.

Und trotz aller Arbeit in den zurückliegenden mehr als zwölf Monaten ist Pfarrer Vogels Zwischenbilanz eindeutig: „Wir stecken eigentlich noch mitten im Prozess“, sagt er auf Nachfrage der OP. Weitere wichtige Entscheidungen stehen noch aus.

Anfang Januar laufen Vorstellungsgespräche

So wird die Stelle des zentralen Verwaltungsleiters im Laufe der nächsten Woche zu besetzen sein. Anfang Januar laufen Vorstellungsgespräche. Was bisher Ehrenamtliche in ihren Gemeinden erledigten, erfolgt künftig an zentraler Stelle. Schließlich sind fünf katholische Kindergärten wie auch die Immobilien der neuen großen Kirchengemeinde zu verwalten.

Auch die Buchführung erfolgt in Zukunft zentral und hauptamtlich. Diese übernimmt ein Rendant oder eine Rendantin, die die Gemeinde Heilig Geist einstellen wird. Dabei geht es um eine Teilzeitstelle. Als Rendant wird ein Kassenführer bezeichnet. Bisher übernehmen das Gemeindemitglieder gegen eine Aufwandsentschädigung. Bei der künftigen Größe der gemeinsamen Pfarrei ist das aber nicht mehr leistbar.

Die Rendantenstelle finanziert „Heilig Geist“, an der Stelle des Verwaltungsleiters beteiligt sich das Bistum Fulda zur Hälfte, wie Vogel erläutert.

Auch im nächsten Jahr sollen die beiden Gemeindeberater, die das Bistum stellt, dem Pfarrei weiterhin zur Seite stehen, um das Zusammenwachsen der einstmals vier Gemeinden zu begleiten.

Generalvikar verliest die Urkunde

Pfarrer Vogel schaut derzeit auf zwei wichtige Termine: Am 17. Januar findet der zentrale Festgottesdienst mit dem Fuldaer Generalvikar Professor Gerhard Stanke statt. Beginn ist um 10 Uhr in der Kirche St. Michael. Stanke wird auch die offizielle Urkunde für die Gründung der neuen Pfarrei verlesen.

Das Bistum hatte die jetzige Fusion vorangetrieben. Auslöser war seinerzeit die Vakanz der Niederkleiner Pfarrstelle. Aus Niederklein gab es auch den größten Widerstand gegen die Zusammenlegung der vier Gemeinden.

Der zweite wichtige Termin ist die Wahl des ersten großen Verwaltungsrates für die Pfarrei Heilig Geist am 12. und 13. März nächsten Jahres. „Ich hoffe, dass sich genügend engagierte Menschen finden, die sich zur Wahl stellen und Verantwortung für die große Gemeinde übernehmen wollen“, formuliert Pfarrer Vogel.

Verwaltungsrat übernimmt laufenden Geschäfte

Bis zur Wahl des gemeinsamen Gremiums übernimmt der bisherige Verwaltungsrat von St. Michael die laufenden Geschäfte. Die Verwaltungsräte der anderen drei bisherigen Gemeinden stehen ihm dabei beratend zur Seite.

Voraussichtlich im Juni folgt dann die Wahl des Pfarrgemeinderates für Heilig Geist. Pfarrer Vogel bekleidet weiterhin das Amt des Stadtpfarrer, für insgesamt zwei Jahre unterstützt von Diakon Alexander Best.

Ganz wichtig wird in den nächsten Monaten die Kommunikation in der neuen, großen Kirchengemeinde sein. Ein erster gemeinsamer Pfarrbrief ist bereits erschienen. An seiner Gestaltung soll weiter gearbeitet werden. Auch beim Internet­auftritt beispielsweise soll noch etwas geschehen.

Die Kommunikation werde auch das zentrale Thema bei der Januarsitzung der zentralen Steuerungsgruppe sein, sagt Pfarrer Vogel.

von Michael Rinde

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